Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Der Norden A 7 wird fünf Nächte in Folge gesperrt
Nachrichten Der Norden A 7 wird fünf Nächte in Folge gesperrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:30 23.04.2018
Die Autobahn wird an der Baustelle voll gesperrt. Quelle: dpa
Schwarmstedt

 Die Autobahn 7 wird zwischen Schwarmstedt (Heidekreis) und Mellendorf (Region Hannover) in der kommenden Woche fünf Nächte in Folge voll gesperrt. „Es handelt sich um zusätzliche Sperrungen, die ursprünglich nicht geplant waren“, sagte Gisela Schütt, Leiterin der Landesbehörde für Straßenbau in Verden, am Freitag der HAZ. Nachdem es an der  im März eingerichteten zwölf Kilometer langen Baustelle bereits drei tödliche Unfälle gab, solle nun nachgebessert werden. Die Autobahn werde in Richtung Hannover von kommendem Montag bis einschließlich der Nacht zu Sonnabend jeweils zwischen 20 Uhr und 6 Uhr morgens gesperrt. 

In dieser Zeit sollen am äußeren Fahrbahnrand reflektierende Markierungsknöpfe angebracht werden. Gerate ein Fahrzeug auf die Knöpfe, werde der Fahrer zusätzlich durch ein Vibrieren gewarnt. An allen drei tödlichen Unfällen waren Lastkraftwagen beteiligt. Bei weiteren Unfällen waren Lkw-Fahrer von der Straße abgekommen. Die Fahrbahn ist auf der gesamten Baustellenlänge in Richtung Hannover auf zwei, in Richtung Hamburg auf drei Behelfsspuren verengt. Dabei beträgt die Fahrbahnbreite zwischen 2,65 und 3,20 Meter. „Das entspricht den geltenden Richtlinien“, sagt Behördenleiterin Schütt. Mit den fünf Spuren solle die Zahl der Staus möglichst minimiert werden.

Kommunen fordern breitere Spuren auf der A 7 

Anwohnergemeinden forden unterdessen eine andere Baustellenführung. „Die Fahrspuren sind für Lkw zu schmal“, sagte Björn Gehrs, Samtgemeindebürgermeister in Schwarmstedt, der HAZ. Sinnvoller wären aus Sicht der Kommune jeweils zwei breitere Fahrspuren in jede Richtung. Die Gemeinde Essel hat am Donnerstagabend eine entsprechende Resolution vefasst. „Jeder Laie erkennt, dass die verbliebenen Fahrspuren viel zu schmal sind“, heißt es darin. Die Anlieger leiden zum einen unter der enormen Verkehrsbelastung, die während der Stauzeiten insbesondere auf der Landesstraße 190, auch in den Dörfern, entsteht. Zum anderen werden immer wieder die örtlichen Rettungsdienste bei den Unfällen zu Hilfe gerufen. „Das kann man unserer Feuerwehr so nicht mehr zumuten“, meint Samtgemeindebürgermeister Gehrs.

Der Landkreis Heidekreis hat für kommenden Mittwoch zu einem Spitzengespräch in Soltau mit Beteiligung der örtlichen Landtagsabgeordneten und der Polizei eingeladen. „So wie jetzt kann es nicht weitergehen“, sagte am Freitag auch ein Sprecher der Polizei Heidekreis. Gisela Schütt von der Straßenverkehrsbehörde kündigte an, dass die fünf kurzfristig angesetzten Nachtbaustellen auch zur Ausbesserung von Schäden genützt werden, die im Zuge der Baustellenbelastung bereits in den ersten Wochen entstanden sind. Mit der kompletten Fertigstellung der Fahrbahn auf dem zwölf Kilometer langen Abschnitt wird frühestens Ende November gerechnet. Für die Sanierung der rund 30 Jahre alten Betondecke sei es „an der Zeit“ gewesen. Eine Aufteilung in mehrere Bauabschnitte hätte nach Einschätzung der Landesbehörde noch länger gedauert. 

Von Gabriele Schulte

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Freitag hat der Prozess gegen drei Syrer begonnen, die sich in ihrer Heimat der radikal-islamischen Al-Nusra-Front angeschlossen haben sollen. Den Männern drohen bis zu zehn Jahren Haft. 

20.04.2018

Die Umverteilung von Fördermitteln durch Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast (CDU) sorgt in Niedersachsens großer Koalition für Unmut. Die SPD vermutet eine Bevorzugung der CDU-Hochburgen.

22.04.2018

Der Stadt Braunlage im Harz fehlt Geld, deswegen möchte die Kommune mit ihren Nachbargemeinden fusionieren – aber die wollen nicht.

22.04.2018