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Der Norden Bewährung für jungen Brandstifter
Nachrichten Der Norden Bewährung für jungen Brandstifter
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16:48 12.02.2018
 Ein Sitzungssaal mit Strafgerichtsakten vor Beginn einer Verhandlung. +++ FOTO: KRISTOFFER FINN+++ Quelle: Kristoffer Finn
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Bad Harzburg

 Der Brandstifter von Bad Harzburg, Pascal S., muss weder ins Gefängnis noch in die Psychiatrie. Das Landgericht Braunschweig hat den 20-jährigen früheren Feuerwehrmann, der im vergangenen Sommer zwölf Brände in Bad Harzburg gelegt hatte, zwar nach Paragraph 63 des Strafgesetzbuches zur Unterbringung in einer Fachklinik verurteilt, diese Entscheidung aber für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Pascal S. ist verpflichtet worden, eine ambulante Therapie anzutreten.

Der junge Mann hatte vor Gericht glaubhaft gemacht, dass er wegen mangelnder Aufmerksamkeit seiner Familie zum Brandstifter geworden ist. Er hatte mehrere Container und ein Wartehäuschen in Brand gesteckt und schließlich ein abbruchreifes Haus angezündet, das ausbrannte.

Nach Angaben einer Gerichtssprecherin wurde das Urteil nach dem Jugendstrafrecht gefällt, das eine sogenannte Eingleisigkeit vorsieht: Kommt das Gericht zur einem Einweisungsbeschluss, wird er – auch im Fall von Bewährung – nicht mit einer Haftstrafe kombiniert.

Ursprünglich hatte der Staatsanwalt dafür plädiert, Pascal S.für zwei Jahre ins Gefängnis zu schicken. Nach dem Urteil hat der Anklagevertreter aber auf Rechtsmittel verzichtet, ebenso wie der Anwalt von Pascal S., Hans-Jörg Mausolff. Das Urteil ist also bereits rechtskräftig. Nach Auskunft von Mausolff wurde festgelegt, dass der junge Mann seine Therapie in einem Therapiezentrum in Königslutter antritt.

Von Bert Strebe

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