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Der Norden Bischof Trelle verabschiedet sich in den Ruhestand
Nachrichten Der Norden Bischof Trelle verabschiedet sich in den Ruhestand
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00:16 12.09.2017
Norbert Trelle neben Erzbischof Dr. Stefan Heße (l) und dem Apostolischem Nuntius Erzbischof Nikola Eterovi. Quelle: Christian Gossmann/dpa
Hildesheim

Wenn katholische Bischöfe an- oder abtreten, ist vom Priestermangel nichts zu spüren. Mit einem prächtigen Einzug in den Hildesheimer Dom, der mit vielen Fahnenträgern, Priestern, Ordensleuten und etlichen Bischöfen und Erzbischöfen begann, ist am Sonnabend der 75. Geburtstag Norbert Trelles gefeiert worden. Der Gottesdienst, in dem nicht nur die Orgel alle Register zog, sondern sich auch der Katholizismus in seiner liturgischen Pracht präsentierte, war Trelles letzter als Bischof von Hildesheim. Denn Papst Franziskus hat das Rücktrittsgesuch des Geistlichen angenommen, wie der apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic in der Messe verkündete. "Dieses Amt endet heute um 12 Uhr", sagte Eterovic - das Lachen im Dom zeigte, dass der Nuntius etwas vor der angekündigten Rücktrittszeit war, denn er sprach um Viertel vor Zwölf.

Hunderte von Gläubigen, viele mussten stehen, verfolgten den prächtigen Gottesdienst, zu dem etliche Amtskollegen Trelles angereist waren wie auch zwei evangelische Bischöfe. Hannovers Landesbischof Ralf Meister würdigte Trelle als einen Mann der Ökumene, der mit der "Fröhlichkeit des temporären Rheinländers" auch ernste Gespräche bereichert habe. Trelle, in Kassel geboren, war etliche Jahre als Weihbischof im Bistum Köln aktiv, bevor er 2006 als Bischof nach Hildesheim kam. Auch der Hamburger Erzbischof Stefan Heße, der die Festpredigt hielt, würdigte die Bodenständigkeit und den Humor Trelles. Ihm sei auf der "Dauerbaustelle Kirche" das Bischofsamt nie zu Kopf gestiegen.

An dem Gottesdienst nahmen auch Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) teil. Weil würdigte, dass Trelle und sein evangelisches Gegenüber Meister mit Gewerkschaften und anderen das Bündnis "Niedersachsen packt an" ins Leben gerufen habe, das in der Bundesrepublik einmalig sei. Auch die Migranten hätten in ihm einen Fürsprecher gehabt, die katholische Kirche engagiere sich stark an der Integration von Flüchtlingen und Zugezogenen.

Nach dem zweieinhalbstündigen Gottesdienst gab es ein großes Fest auf dem Domhof in Hildesheim. Trelle selbst bedankte sich für die überaus herzlichen Grüße und Wünsche - auch für seine Zwillingsschwester, die mit im Dom saß. Wer Nachfolger des emeritierten Bischofs wird, ist noch völlig unklar. Die Leitung des Bistums, das vom Eichsfeld bis nach Cuxhaven reicht, übernimmt für die nächsten Tage der dienstälteste Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger. Dann wählt das Domkapitel einen Diözesanadministrator, der das Bistum so lange führt, bis ein neuer Bischof gefunden ist.

Von Michael B. Berger

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