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Der Norden Großeinsatz der Feuerwehr: Torfbrand bei Schneeren unter Kontrolle
Nachrichten Der Norden Großeinsatz der Feuerwehr: Torfbrand bei Schneeren unter Kontrolle
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14:46 24.10.2018
Mit dem Bagger wird der qualmende Torf umgeschichtet und weiter abgelöscht. Quelle: Kathrin Götze
Schneeren/Mardorf

Der Brand im Moor zwischen Schneeren und Mardorf in Neustadt am Rübenberge sorgt auch am Mittwoch weiter für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Mittlerweile wurde der Torfbrand unter Kontrolle gebracht, die Löscharbeiten sollen aber voraussichtlich noch bis Donnerstag anhalten. „Mit Baggern schichten wir nun die Torfmiete um, um an die Glutnester zu kommen“, sagte Feuerwehrsprecher Florian Hake.

 Am Dienstagmittag war im Moor bei Schneeren ein großes Torflager in Brand geraten. Wegen des heftigen Windes gestalteten sich die Löscharbeiten von Beginn an schwierig. Nach Angaben der Feuerwehr Neustadt waren bis zum Mittwochmorgen weit über 300 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die brennende Torfmiete war am Dienstag gegen Mittag entdeckt worden. Anfangs brannte das Torflager auf rund 50 Metern, angefacht durch den Wind stand sie jedoch wenig später auf rund 300 Metern vollständig in Flammen. Anfangs waren rund 60 Feuerwehrleute aus zunächst fünf Ortsfeuerwehren vor Ort. Im Laufe des Tages wuchs die Zahl der Einsatzkräfte und alarmierten Feuerwehren beständig an, auch das Technische Hilfswerk (THW) aus Wunstorf rückte aus. Unterstützung kam aus dem ganzen Neustädter Land sowie aus Wunstorf und dem Landkreis Nienburg.

Da der Boden nahe der Brandstelle zu weich für Löschfahrzeuge ist, mussten die Einsatzkräfte einen Teil des Weges zu Fuß zurücklegen. Neben dem Wind erschwerte auch die Wasserversorgung den Einsatz. Rund 7000 Meter Schläuche wurden nach und nach verlegt . Mehrere Tanklöschfahrzeuge pendelten zudem zwischen einem Wasserwerk und einem mobilen Wasserspeicher, von dem das Wasser weiter an den Brandort verteilt wurde.

Mit dem Großeinsatz gelang es den Einsatzkräften bislang, die Flammen vom eigentlichen Moor fernzuhalten, dabei kam auch Schaum zum Einsatz. Der Ursprung des Feuers liegt am Rand des Abbaugebiets des Torfwerks Schneeren, nicht weit entfernt von den Torfflächen des Neustädter ASB-Werks.

Der Moorbrand ist der erste im Neustädter Stadtgebiet, der die Feuerwehr in diesem Jahr länger beschäftigt. Aus der Übung sind die Einsatzkräfte dennoch keineswegs: Ende September rückten insgesamt 139 Feuerwehrleute aus Neustadt, Wunstorf und Garbsen ins Emsland aus, um beim Löschen des großen Moorbrands bei Meppen zu helfen.

Nachdem sich das Feuer dort über Wochen weiter ausgebreitet hatte, war das Medieninteresse am Schneerener Brand entsprechend groß, wie Feuerwehrsprecher Florian Hake berichtet. Von einer derartigen Ausweitung des Feuers könne hier nicht die Rede sein. „Ein zweites Meppen werden wir nicht bekommen“, versicherte Sprecherkollege Dennis Hausmann. Günstig war auch der Regen, der sich am Nachmittag und über Nacht einstellte. Der habe zwar nicht gereicht, um das Feuer zu löschen, doch er half, die Gefahr weiterer Ausbreitung zu bannen.

Am Mittwoch Vormittag besuchte auch Bürgermeister Uwe Sternbeck die Brandstelle, um sich zu informieren. „Das ist ja eine denkbar ungünstige Stelle zum Löschen hier“, sagte er nach dem Marsch zur Brandstelle. Er lobte Logistik, Organisation und Einsatzbereitschaft der Helfer. „Ich bedanke mich bei allen Einsatzkräften und ziehe den Hut vor ihrer Leistung“, sagte Sternbeck.

Von frs/ars/göt/dpa/RND

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