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Der Norden Bündnis will Neonazi-Aufmarsch in Goslar stoppen
Nachrichten Der Norden Bündnis will Neonazi-Aufmarsch in Goslar stoppen
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10:50 02.06.2018
Der „Tag der Deutschen Zukunft“ Anfang Juni 2016 in Dortmund (Archivbild). Quelle: ja
Goslar

Ein bundesweites Bündnis von Nazi-Gegnern will den von Rechtsextremisten angekündigten „Tag der deutschen Zukunft“ am 2. Juni in Goslar verhindern. „Wir werden mit vielen weiteren Menschen aus ganz Deutschland in Goslar sein“, sagte Pia Möller vom Bündnis, in dem Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Vereine und Initiativen vertreten sind. „Wir werden den Nazis ihre Demonstration und ihren Tag versauen und ihnen deutlich machen, dass wir ihre menschenverachtenden Ansichten nicht tolerieren werden.“

Die Demonstration live verfolgen

Hier können Sie die Demonstration live im Ticker verfolgen.

Rechtsextreme Parteien und Organisationen versammeln sich seit zehn Jahren am ersten Juni-Wochenende an wechselnden Orten zum sogenannten „Tag der deutschen Zukunft“. Er gilt als größtes Vernetzungstreffen der deutschen Neonazi-Szene. Die Rechten haben monatelang für die Veranstaltung geworben, wie zum Beispiel vor wenigen Wochen in Hannover am Steintor. Dabei kam es auch zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten aus der linken Szene.

„Rote Karten“ gegen Rechtsextremismus

Die Goslarer Stadtverwaltung rechnet mit mindestens 300 Teilnehmern. Sie hat nach eigenen Angaben keine rechtlichen Möglichkeiten gesehen, den Aufmarsch zu verbieten. Bei der Polizei bereiten sich die Beamten darauf vor, Konfrontationen und Ausschreitungen zu verhindern. Dazu sollen Einsatzkräfte aus mehreren Bundesländern zusammengezogen werden.

Das Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus will unter anderem mit einer Demonstration und „Roten Karten“ gegen den Aufmarsch der Rechtsextremisten protestieren. „Wir wollen in einer vielfältigen, weltoffenen und solidarischen Stadt leben“, heißt es im Aufruf dieses Bündnisses. „Wir wollen in einer Stadt leben, in der sich alle Menschen angstfrei bewegen können. Deshalb müssen wir diesen Nazi-Aufmarsch verhindern.“ Mehrere Goslarer Kirchengemeinden unterstützen die Proteste.

Der Abgeordnete Meinhart Ramaswamy (Piraten) im Göttinger Kreistag kritisierte den geplanten „Tag der deutschen Zukunft“, nachdem Neonazis im Ende April zwei freie Journalisten attackiert und verletzt hatten. Gegendemonstranten und Bewohner könnten angesichts der deutlich gestiegenen Gewaltbereitschaft der Neonazis nicht geschützt werden, so Ramaswamy.

Von RND/epd/dpa

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