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Der Norden Umweltministerin will keine Robbenjagd im Wattenmeer
Nachrichten Der Norden Umweltministerin will keine Robbenjagd im Wattenmeer
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11:01 17.05.2018
Seehunde im Wattenmeer sollen vor der Jagd geschützt bleiben. Quelle: Carmen Jaspersen/dpa
Osnabrück

 Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat vor einer internationalen Konferenz zum Schutz des Wattenmeers Forderungen nach Wiederaufnahme der Robbenjagd zurückgewiesen. „Robben und damit auch Seehunde sind streng geschützte Arten. Sie gehören zum Ökosystem Wattenmeer, und wir sind froh, dass sich die Bestände erholt haben“, sagte Schulze der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Der entscheidende Faktor für den schlechten Zustand vieler Fischbestände seien nicht die Robben sondern vor allem die Fischerei selbst.

Die Ministerin wies darauf hin, dass sich durch den Schutz der Lebensräume in den Wattenmeer-Nationalparks der Robbenbestand nach dem verheerenden Virenbefall in den 90er-Jahren gut erholt habe. Etwa 38.000 Seehunde und 5.500 Kegelrobben seien 2017 im gesamten Weltnaturerbe Wattenmeer gezählt worden. Das sei das höchste Niveau seit Beginn der Zählungen im Jahr 1975.

Schulze bekräftige ferner, dass Windräder im Wattenmeer weiterhin verboten seien. Aktuell gebe es in Nord- und Ostsee rund 1.000 Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt umgerechnet rund fünf Atomkraftwerken. „Das wollen wir bis 2025 fast verdoppeln, um das Klima zu schützen. Aber dabei ist klar: Das Wattenmeer ist tabu für Windräder - und das soll auch so bleiben.“

Es gebe genügend geeignete Flächen für Offshore-Windräder außerhalb der Schutzgebiete in Nord- und Ostsee. Derzeit lägen die Anlagen im Durchschnitt 70 Kilometer vom Festland entfernt. „Wir achten darauf, dass Windparks möglichst an solchen Orten und in solchen Jahreszeiten entstehen, wo sie Zugvögel oder Schweinswale möglichst wenig stören“, betonte Schulze.

In Leeuwarden werden an diesem Donnerstag Delegationen aus Deutschland, Dänemark und den Niederlanden zu einer Konferenz zusammenkommen und im 40. Jahr der Trilateralen Wattenmeer-Zusammenarbeit unter anderem über die Themen Meeresmüll und Nitratbelastung beraten.

Von epd

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