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Der Norden Das ändert sich mit dem neuen Schuljahr
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16:31 06.08.2018
Großer Tag am Sonnabend: In Niedersachsen werden knapp 72.000 Mädchen und Jungen eingeschult. Quelle: dpa/Warnack
Hannover

Die Sommerferien in Niedersachsen gehen zu Ende, am Donnerstag beginnt wieder der Schulalltag. Knapp 72 000 Mädchen und Jungen haben am Sonnabend ihren großen Tag bei der Einschulung, damit zählt Niedersachsen 400 Erstklässler mehr als im vergangenen Jahr. Mit Beginn des neuen Schuljahres gibt es einige Neuerungen, auf die sich Schüler, Lehrer und Eltern einstellen müssen.

Unterricht wird entzerrt: Die Schüler müssen in der elften Klasse keine Punkte mehr für das Abitur sammeln, sondern können sich orientieren. Dazu zählt auch Berufsorientierungsunterricht. Außerdem wird ein Teil des Unterrichtsstoffs von der zehnten Klasse wieder in die elfte verlegt. Auch für die Fünft- bis Zehntklässler hat die Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren Folgen: Sie haben künftig weniger Nachmittagsunterricht.

Inklusive Schule bis zum zehnten Jahrgang: Mit dem Start des Schuljahres 2018/2019 wird die sogenannte inklusive Schule auf die zehnte Klasse ausgeweitet. Das heißt, dass Eltern von Kindern mit Behinderung selbst entscheiden können, ob sie ihren Nachwuchs auf eine Förderschule oder eine Regelschule schicken.

Flexiblere Einschulung: Eltern haben künftig eine größere Mitsprache darüber, ob ihr Kind eingeschult werden soll oder noch nicht. Bislang wurden alle Mädchen und Jungen eingeschult, die bis zum 30. September sechs Jahre alt geworden sind. Jetzt dürfen Eltern von Kindern, die zwischen dem 1. Juli und dem 30. September Geburtstag haben, entscheiden, ob das Kind bereits die Schule besuchen oder noch ein weiteres Jahr in den Kindergarten gehen soll. „Wir haben den Eindruck, dass die neue Regelung positiv aufgenommen worden ist“, sagte Laura Pooth, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, über die ersten Reaktionen.

Hitzefrei nach den Ferien: Angesichts des heißen Sommers ist es durchaus möglich, dass die Schüler nach den großen Ferien hitzefrei bekommen. „Das ist immer eine Entscheidung der Schule“, sagt die Sprecherin der Landesschulbehörde, Bianca Schöneich. Hitzefrei kann gegeben werden, „wenn der Unterricht durch hohe Temperaturen in den Schulräumen erheblich beeinträchtigt wird und andere Formen der Unterrichtsgestaltung nicht sinnvoll erscheinen“, heißt es im Erlass zur Unterrichtsorganisation des Kultusministeriums. Der Schulleitungsverband Niedersachsen würde sich in diesen Fällen eine Grundsatzentscheidung wünschen.

Von Christina Sticht und Kristina Wienand/dpa

*Hinweis: In einer ersten Version des Artikels war irrtümlich davon die Rede, dass es im Schuljahr 2019 kaum Abiturienten geben werde. Tatsächlich beziehen sich die Angaben aber auf das Schuljahr 2019/20, in dem es keinen Abiturjahrgang an Gymnasien und Kooperativen Gesamtschulen geben wird. Wir haben den entsprechenden Absatz gelöscht und bitten, den Fehler zu entschuldigen.