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Der Norden Diesem Hamburger vertrauen die Rolling Stones
Nachrichten Der Norden Diesem Hamburger vertrauen die Rolling Stones
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00:15 10.09.2017
Hinter den Kulissen immer dabei: Thomas Weilbier (kl. Bild) wird die Rolling Stones auch im Hamburger Stadtpark begleiten. Quelle: Christophe Gateau
Hamburg

Ein Luxushotel in einer Einkaufsstraße mitten in Hamburg: Hier im Park Hyatt sollen sich die Rolling Stones einquartiert haben. Wer dieser Tage also zum Shoppen durch die Hamburger Innenstadt bummelt, könnte mit viel Glück einem Mitglied der Stones in die Arme laufen, die am Sonnabend mit einem Konzert im Hamburger Stadtpark ihre Europa-Tournee starten. Die Rocker sind schon am Dienstagabend mit ihrer umgebauten Boeing 767 in der Hafencity gelandet.

Einer, der nicht auf eine spontane Begegnung hoffen muss, ist Thomas Weilbier. Der 61 Jahre alte Hamburger betreibt einen Gitarrenshop in Bahrenfeld und hat in der Vergangenheit bereits Instrumente von Eric Clapton oder Michael Jackson repariert, transportiert oder verkauft. Der Hamburger kümmert sich nach eigenen Angaben seit den Sieberzigerjahren um die Gitarren der Rolling Stones. Am Mittwoch, so erzählt er, kam dann ein Anruf aus dem Hotel - einer der Altrocker brauchte seine fachkundige Unterstützung.

Die Aufbauarbeiten laufen: Am Sonnabend spielen die Rolling Stones im Hamburger Stadtpark. Die Konzerte der Band sind legendär.

Um wen es sich handelte, verrät er nicht, aber die Geschichte erzählt Weilbier dennoch bereitwillig. „Vorhin habe ich einen der Jungs aus dem Hotel abgeholt und in meinen Laden gefahren.“ Der Altrocker habe sich beim Musikhören am Abend in den Klang einer bestimmten Gitarre verliebt und spontan ein solches Modell kaufen wollen. „Er ist dann bei mir auch fündig geworden“, sagt Weilbier. Gekauft habe er die Gitarre aber noch nicht. „Ich habe zu ihm gesagt: Wenn es funkelt, dann behältst du sie - wenn nicht, bringst du sie später zurück.“

Die Band vertraut Weilbier, so erzählt er, seit Jahrzehnten. Wenn die Stones in Deutschland sind, ist er hinter den Kulissen mit dabei. Doch auch privat habe man sich bei solchen Begegnungen viel zu erzählen. Zu den genauen Plänen der Stones für ihre Zeit in Hamburg wollte sich Weilbier jedoch nicht äußern. Nur so viel: „Die Jungs langweilen sich in ihrem Hotelzimmer.“ Daher auch die Gitarre: „So können sie ein bisschen jammen.“

Auch beim Konzertveranstalter geht man davon aus, dass die Musiker lieber etwas unternehmen wollen, als nur auf dem Zimmer zu hocken. „Wir kennen ihre Pläne nicht. Aber wir gehen davon aus, dass sie ihre Tage nicht im Hotel verbringen werden“, sagt Bernd Zerbin, Pressesprecher des Konzertveranstalters FKP Scorpio.

Vor dem Hotel wartet derweil Michael Richter auf seine Chance, die Rocklegenden zu sehen. Der 61-Jährige war nach eigenen Angaben schon 1965 beim Konzert der Stones in Hamburg dabei. „Ich bin nicht mal scharf auf ein Autogramm, ich möchte eigentlich nur ein Foto machen“, erzählt er.

82 000 Besucher werden am Sonnabend im Stadtpark erwartet.Fest steht aber schon jetzt: So nah wie Thomas Weilbier, der Gitarren-Fachmann aus Bahrenfeld, wird den Stones wohl kaum ein zweiter Hamburger kommen.

Von Fabian Wegener

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