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Führungen zu Ruinen auf dem Stausee-Grund

"Edersee Atlantis" Führungen zu Ruinen auf dem Stausee-Grund

Nachdem die Ruinen dreier einst versunkener Dörfer aus dem Edersee aufgetaucht sind, bietet der Naturpark Kellerwald-Edersee unterschiedliche Führungen unter dem Motto "Edersee Atlantis" an. Die Touren sind Naturerlebnis und Geschichtsstunde in einem, versprechen die Veranstalter.

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Quelle: dpa

Waldeck. Die Tour "Edersee Atlantis -versunkene Natur" wird am Donnerstag, 20. Juli, von 14.30 bis 17.30 Uhr und am Sonntag, 23. Juli, von 14 bis 17 Uhr angeboten. Die naturkundlich-botanische Erlebniswanderung führt durch den leeren Edersee bei Herzhausen. Zu  sehen sind dort Blütenteppiche aus Blutweiderich und Gilbweiderich. Außerdem wird über das alte Edertal und die botanischen Kostbarkeiten auf dem Stauseeboden informiert. Start ist jeweils in Vöhl-Herzhausen am Parkplatz am Bahnhof an der Naturpark-Infotafel. Am Freitag, 21. Juli, von 10 bis 13 Uhr steht mit "Edersee Atlantis - versunkene Dörfer, versunkene Natur" eine Zeitreise in das alte Dorf Asel auf dem Programm. Erzählt werden Geschichten der verschwundenen Landschaft. Die Naturparkführerin zeigt die noch erhaltene Ederbrücke zwischen Asel und Asel-Süd und vermittelt Wissenswertes zum Leben der damaligen Bewohner.

Auch die Botanik des Stauseebodens wird erläutert. Startpunkt ist in Vöhl-Asel am Wanderparkplatz Strieder-Eiche. Die dritte Führung "Edersee Atlantis - versunkene Dörfer" beschäftigt sich am Mittwoch, 26. Juli, von 14 bis 16 Uhr mit dem alten Dorf Berich. Bei einer Wanderung durch den leeren Edersee wird die Geschichte des Dorfes erzählt, die Dorfstelle besichtigt und dem Leben der ehemaligen Bewohner nachgegespürt. Treffpunkt ist der Parkplatz in Waldeck-West. Am Sonnabend, 29. Juli, dreht sich die Führung von 14 bis 16 Uhr um das alte Dorf Asel. Auf einer Erlebniswanderung im leeren Edersee besucht man die alte Dorfstelle und die noch erhaltene Ederbrücke. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Strieder-Eiche in Vöhl-Asel. Für die Führungen werden Gummistiefel empfohlen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter naturpark-kellerwald-edersee.de, per E-Mail an info@naturpark-kellerwald-edersee.de oder telefonisch unter 05621/969460.

Wenn im Sommer die Pegel sinken, so wie derzeit, tauchen die Ruinen der alten Dörfer Berich, Asel und Bringhausen auf dem Grund des Sees auf. Sie mussten nach dem Bau der Staumauer 1912 aufgegeben und verlegt werden. Doch dieses Atlantis ist bedroht: Wasser und Sonne setzen den Mauerresten zu. Die Anwohner des Edersees versuchen auf unterschiedlichen Wegen, die Dorfstellen zu erhalten.
Die Überreste sind unterschiedlich gut erhalten. Die alte Brücke bei Asel ist in hervorragendem Zustand und das Wahrzeichen des „Edersee-Atlantis“. Östlicher, in Bringhausen, erinnern nur alte Gräber an die Bewohner. Eine Sonderstellung nimmt Berich ein. Hier versucht seit 2012 ein Förderverein, das Rad der Zeit zurückzudrehen.

„Wir haben uns vorgenommen, die Grundmauern Stück für Stück wieder aufzubauen“, sagt der zweite Vorsitzende Uwe Neuschäfer. Während alte Stützmauern ein paar Meter weiter kaum noch zu retten sind, hat der Förderverein zum Erhalt der Dorfstelle Berich die Konturen von vier Gebäuden einen halben Meter hoch aufgemauert. Möglich sei das nur, weil dort eine Tauchzone sei. gb

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