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Holzachterbahn Colossos kehrt 2019 zurück

Heide-Park Holzachterbahn Colossos kehrt 2019 zurück

Das Bangen um Europas höchste Holzachterbahn Colossos hat ein Ende: Der Heide-Park in Soltau hat entschieden, dass das beliebte Fahrgeschäft wieder auf Vordermann gebracht werden soll. Die Attraktion war seit dem Sommer 2016 geschlossen. 

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Die Holzachterbahn «Colossos» im Heide-Park in Soltau

Quelle: dpa

Hannover. Der Heide-Park in Soltau wird in diesem Jahr 40 Jahre alt – und für die Fans gibt es eine gute Nachricht: Europas größte Holzachterbahn Colossos, eine Hauptattraktion des Freizeitparks im Heidekreis, wird nach fast zwei Jahren Stillstand renoviert. „Die Entscheidung ist gefallen,“, sagte Geschäftsführerin Sabrina de Carvalho am Donnerstag in Soltau, wo sie die Vorhaben für die kommende Saison vorstellte. „Wir werden unsere ikonische Holzachterbahn in ein noch gigantischeres Abenteuer verwandeln und sind sehr glücklich, dass unser Mutterkonzern Merlin Entertainment die beachtliche Summe von 12 Millionen Euro dafür aufwendet.“ Allerdings könnten die Colossos-Züge frühestens zu Beginn der Saison 2019 wieder mit Parkbesuchern an Bord Fahrt aufnehmen.

Schienen aus Kiefernholz

Seit einigen Tagen ist der Eingangsbereich zur Holzachterbahn mit einem Bauzaun abgesperrt, dahinter werden Bürocontainer aufgebaut.  Ab Sommer würden die maroden Holzschienen ersetzt und weitere Neuerungen eingebaut, erklärte der technische Leiter Bastian Lampe: „Das wird ein langer Prozess.“ Gespräche mit Statikern hätten schon stattgefunden. Nun müssten 320 je zehn Meter lange Schienenelemente gefertigt werden.  Hierfür werde wie beim ersten Mal Kiefernholz verwendet, das nicht nur vergleichsweise günstig, sondern besonders flexibel sei.

Ein Teil des Rohholzes werde wohl  aus den Kiefernwäldern in der Umgebung von Niedersachsens größtem Freizeitpark kommen. Zunächst würden daraus zehn Millimeter dünne Sperrholzplatten gepresst. Diese würden dann in einem Spezialbetrieb in Stuttgart verleimt, imprägniert, in Form gebogen, abgefräst und mit einem Schutzanstrich versehen. Die ersten fertigen Schienen mit aufgeschraubten Stahlplatten sollen in etwa sechs Monaten an den Park geliefert werden, wo sie dann zusammengesteckt werden.  Lampe nimmt an, dass dank verbesserter Technik die neue Achterbahn länger halten wird als die alte: „Ich rechne mit mindestens zwanzig Jahren.“

Neuerungen vorgesehen

Der Zielgruppe sei wichtig gewesen, dass das Fahrgeschäft eine Holzachterbahn bleibt, berichtete Parkchefin de Carvalho.  Das habe die Marktforschung ergeben. Es würden aber nicht nur die Holzschienen auf der kompletten Streckenlänge von 1,5 Kilometern erneuert.  Zusätzlich werde  Colossos mit einigen Neuerungen ausgestattet. „Wie die aussehen, bleibt noch unser Geheimnis“, sagte Parksprecherin Ramona Voet. Angesichts der hohen Investitionssumme werde der Umbau „wie ein Neubau“ betrachtet. 

Die 2001 eröffnete 52 Meter hohe Achterbahn ist weithin sichtbar. Der Bau hatte damals 45 Millionen D-Mark gekostet. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 120 Kilometern pro Stunde war Colossos lange die schnellste Holzachterbahn der Welt. Die Geschwindigkeit wurde allerdings nach Renovierungsarbeiten im Winter 2012/2013 auf 110 Kilometer pro Stunde herabgesetzt. Nach einer TÜV-Kontrolle wurde sie am 28. Juli 2016 aus Sicherheitsgründen geschlossen. Seitdem fragten Parkbesucher immer wieder, wie es mit Colossos weitergeht. „Die Bahn ist für die Gäste immens wichtig“, meint Lampe. „Das war eins der Topthemen der letzten Saison.“

Heide Park feiert 40. Geburtstag

Der Heide Park öffnete am 19. August 1978 seine Tore für die Besucher und feiert in diesem Sommer seinen 40. Geburtstag. An einem Programm für die Feierlichkeiten werde noch gearbeitet, sagte Sprecherin Voet. Zum Saisonstart am 24. März soll die neue „Themenwelt Peppa Pig Land“ für Vorschulkinder eröffnet werden. Sie basiert auf einer Zeichentrick-Fernsehserie, die in Deutschland unter dem Titel „Peppa Wutz“ gezeigt wird. Kleine Parkbesucher sollen sich dort mit Zug und Boot bewegen und auf einer Dinosaurierfigur reiten können. 

Von Gabriele Schulte

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