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Der Norden Hitze strapaziert alte Betonpisten auf Autobahnen
Nachrichten Der Norden Hitze strapaziert alte Betonpisten auf Autobahnen
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13:26 05.08.2018
Die Autobahn 7 hat eine Fahrbahndecke aus Beton. Quelle: Christian Elsner
Hannover

Der heiße Sommer hat Niedersachsens Straßen bislang nicht viel anhaben können. „Größere Fahrbahnschäden, die auf Hitzeeinwirkungen zurückzuführen sind, haben wir auf unseren Straßen bislang nicht zu vermelden“, sagte Heike Haltermann, Sprecherin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover.

In den vergangenen Wochen habe es nur drei kleinere Hitzeschäden wie Kantenaufbrüche oder Fugenschäden gegeben, einen auf der A29 und zwei auf der A27, berichtete Haltermann. „Alle Schäden sind kurzfristig behoben worden“. Schäden würden umgehend der Bundesanstalt für Straßenwesen mitgeteilt, um ein engmaschiges Monitoring sicherzustellen.

Weniger Schäden wegen Sanierungen?

„Grundsätzlich ist zu sagen, dass insbesondere ältere Betonfahrbahnen betroffen sind“, erklärte Haltermann. Insgesamt bestünde rund ein Drittel des Autobahnnetzes in Niedersachsen aus Betonfahrbahnen. Bei länger anhaltender, starker Hitze und großen Belastungen durch vermehrtes Stauaufkommen käme es in den Platten zu Spannungen. Das gilt vor allem dann, wenn viele Laster unterwegs sind. Wenn es zu keiner Spannungsentlastung etwa durch sinkende Temperaturen in der Nacht komme, könnten ältere Betonfahrbahnen an ihre Belastungsgrenze gelangen.

Der für die Betonstrecken zuständige Betriebsdienst kontrolliere mit besonderem Augenmerk gezielt die entsprechenden Abschnitte. So sollen möglichst früh Veränderungen entdeckt und gegebenenfalls repariert werden. „Der Betriebsdienst arbeitet zudem eng mit den zuständigen Autobahnpolizeidienststellen zusammen“, betonte Haltermann. Auch die Autofahrer seien gefordert. „Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die örtlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen einzuhalten, um bei plötzlich auftretenden Schadensereignissen das Gefährdungsrisiko für sich und andere zu minimieren.“

„Es wurde viel saniert in den vergangenen Jahren, das hat offenbar Früchte getragen“, meinte dazu Christine Rettig vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in Laatzen bei Hannover. „Auch deshalb sind diesmal weniger Schäden als in vergangenen Hitzesommern zu beobachten“, sagte sie.

Von dpa/RND

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