Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Der Norden Messer-Angreifer von Hurghada soll psychisch krank sein
Nachrichten Der Norden Messer-Angreifer von Hurghada soll psychisch krank sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:02 03.04.2018
Am 14. Juli 2017 hatte ein 28-jähriger Ägypter die beiden 56 und 65 Jahre alten Urlauberinnen aus dem Kreis Peine an einem Hotelstrand mit mehreren Messerstichen getötet. Quelle: Andrea Warnecke
Anzeige
Hildesheim/Hurghada

  Mehr als acht Monate nach der tödlichen Messerattacke auf zwei deutsche Frauen im Badeort Hurghada liegen deutschen Ermittlern erstmals Erkenntnisse aus Ägypten vor. Dort soll es Anhaltspunkte dafür geben, dass der Beschuldigte an einer psychischen Erkrankung leidet, teilte die Staatsanwaltschaft Hildesheim am Dienstag mit. Der 28-Jährige sei in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt worden. Das gehe zumindest aus einer Verbalnote des ägyptischen Außenministeriums sowie einer Mitteilung der ägyptischen Staatsanwaltschaft hervor, die die Behörde am 22. März erreichte.

Am 14. Juli 2017 hatte ein 28-jähriger Ägypter die beiden 56 und 65 Jahre alten Urlauberinnen aus dem Kreis Peine an einem Hotelstrand mit mehreren Messerstichen getötet, bevor er überwältigt wurde. Bei der Tat wurden vier weitere Ausländer verletzt. Eine 36-jährige Tschechin starb wenige Tage später an ihren schweren Stichverletzungen.  

In dem ägyptischen Schreiben heißt es nun, dass das Ergebnis eines medizinischen Gutachtens aber noch nicht vorliege. Der Mann befinde sich nach wie vor in Gewahrsam. Eine Obduktion habe zudem ergeben, dass die beiden Frauen aus Niedersachsen an den Stichverletzungen gestorben seien. Ermittlerkreise hatten kurz nach dem Angriff berichtet, der Mann habe mit der Terrormiliz IS in Kontakt gestanden. 

„Für unsere Ermittlungen ändern diese Informationen derzeit nichts“, sagte Christina Pannek von der Staatsanwaltschaft Hildesheim, in deren Zuständigkeitsbereich die deutschen Opfer wohnten. Bei den Informationen aus Ägypten handele es sich nicht um eine Antwort, auf das internationales Rechtshilfeersuchen, das die Behörde eingeleitet hat. „Wir brauchen sämtliche Ergebnisse aus Ägypten, um hier vor Ort Entscheidungen treffen zu können“, sagte Pannek. 

Von dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Papenburger Meyer Werft wird vorgeworfen, rumänische Mitarbeiter auszubeuten. Der Arbeitgeber habe bei dubiosen Abrechnungen unter anderem Urlaubs- und Krankengeld einbehalten und Arbeiter in einer schimmeligen Sammelunterkunft untergebracht. Das Unternehmen will die Vorwürfe aufklären.

03.04.2018

Die Kirchenglocke mit dem Hakenkreuz in Schweringen sorgte für Diskussionen. Die Gemeinde hatte im März entschieden, dass die Glocke  trotzdem wieder läuten soll. Nun haben Unbekannte das Hakenkreuz entfernt.

03.04.2018

Die Grippewelle hat die teils dramatische Situation in den Notaufnahmen noch verschlimmert. Projekte mit Hausärzten in den Kliniken zeigen erste positive Ergebnisse. Diese Lösungsansätze einfach auf andere Kliniken zu übertragen, scheint aber schwierig.

03.04.2018
Anzeige