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Der Norden In Niedersachsen ist das Rennen eröffnet
Nachrichten Der Norden In Niedersachsen ist das Rennen eröffnet
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00:15 28.09.2017
Von Michael B. Berger
Nach der Wahl ist vor der Wahl: Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und CDU-Herausforderer Bernd Althusmann stürzen sich nun in den Landtagswahlkampf. Quelle: Archiv/Montage
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Hannover

In der Wetterforschung ist nicht immer sicher, ob einem historischen Tief automatisch ein Hoch folgt. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) setzt jedenfalls voll darauf, dass die Wähler wissen, dass eine Bundestagswahl keine Landtagswahl ist. In Niedersachsen wird bereits am 15. Oktober wieder gewählt. Doch ob Weil im Amt bleiben kann oder sich sein Herausforderer Bernd Althusmann (CDU) an die Bildung einer neuen Regierung machen muss, ist im Augenblick offen - mit leichtem Platzvorteil für Althusmann. Denn die CDU holte bei der Bundestagswahl in Niedersachsen rund 35 Prozent - knapp acht Punkte mehr als die SPD, die es auf 27,3 Prozent brachte. Immerhin steht Weils Niedersachsen-SPD damit deutlich besser da als die Partei im Bund.

Althusmann brachte auch für Niedersachsen ein Jamaika-Bündnis aus CDU, FDP und Grünen ins Gespräch. An der CDU werde jedenfalls kein Weg vorbeigehen. Weil gab sich gelassen: „Wir hatten ein schlechtes Ergebnis gewissermaßen eingepreist“, sagte der Ministerpräsident, dessen Sympathiewerte in der letzten Umfrage noch vor denen Althusmanns lagen.

Beide Parteichefs sind sich aber einig, dass sie kräftig ackern müssen, um Mehrheiten zu schaffen, denn der voraussichtliche Einzug von AfD und Linken in das Landesparlament dürfte auch die Machttektonik in Hannover verändern. AfD-Landeschef Armin-Paul Hampel sprach Sonntag von einem „Bombenerfolg“ für seine Partei, den man in Hannover wiederholen werde. „Jetzt erst recht“, hält dem die Grünen-Landesvorsitzende Meta Janssen-Kucz entgegen. Ein Jamaika-Bündnis mit FDP-Chef Stefan Birkner will sie sich gar nicht vorstellen, was auf Gegenseitigkeit beruht.

Der niedersächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil fordert nach dem SPD-Desaster im Bund personelle und inhaltliche Konsequenzen. „Wir müssen jetzt gründlich alles hinterfragen. Es darf kein Stein auf dem anderen bleiben“, sagte Klingbeil dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

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