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Der Norden Jugendliche erhalten bei "U25" online Hilfe
Nachrichten Der Norden Jugendliche erhalten bei "U25" online Hilfe
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00:15 08.09.2017
Von Gabriele Schulte
Quelle: dpa/Symbolbild
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Lingen

„U 25 bietet Jugendlichen die Möglichkeit, sich ihre Sorgen, Ängste und Gedanken von der Seele zu schreiben, ohne dass sie dafür verurteilt werden“, sagt Projektleiterin Katrin Warstat. Das Angebot, das es bundesweit bereits an neun weiteren Caritas-Standorten gibt, sei anonym und richte sich an Jugendliche auch in anderen Landesteilen.

Wer als junger Mensch mit dem Gedanken spiele, sich das Leben zu nehmen, finde meist nicht den Weg in eine klassische Beratungsstelle. Die Hemmschwelle, sich online Hilfe zu suchen, sei da deutlich geringer, erläutert Warstat. Das Besondere am Caritas-Projekt: Die E-Mails der bis zu 25-Jährigen werden von 16 bis 24 Jahre alten Ehrenamtlichen beantwortet, die für die Probleme besonderes Verständnis aufbringen. „Dass Gleichaltrige anonym weiterhelfen, macht es für Betroffene leichter, sich zu öffnen“, meint Daniel, ein 20-jähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die ein Jahr ältere Sara ergänzt: „Für mich ist es eine Herzensangelegenheit, mich für die Suizidprävention einzusetzen, weil ich mit dem Thema schon in meinem persönlichen Umfeld Erfahrungen gemacht habe.“ Ihrer Ansicht nach werden Depressionen und andere psychische Krankheiten noch zu stark tabuisiert.

Die jungen Berater werden häufig mit Problemen wie Liebeskummer, selbstverletzendem Verhalten und Krisen bis hin zu Suizidversuchen konfrontiert. Für den Umgang mit diesen Themen wurden sie speziell geschult. Caritas-Mitarbeiterin Warstat ist feste Ansprechpartnerin und liest alle E-Mails mit. „Wir arbeiten ausschließlich im Team“, sagt die 31-Jährige. „Auch für mich gibt es eine Supervision.“ Die Hilfesuchenden würden auf Wunsch lange online begleitet. Manchmal reichten drei bis vier E-Mails.

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