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Der Norden Zahl der Jugendlichen mit Alkoholvergiftung geht zurück
Nachrichten Der Norden Zahl der Jugendlichen mit Alkoholvergiftung geht zurück
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07:01 29.11.2018
Unter Niedersachsens Jugendlichen befinden sich immer weniger Rauschtrinker. Quelle: dpa
Hannover

Mit einer Alkoholvergiftung mussten im vergangenen Jahr in Niedersachsen 2055 Kinder und Jugendliche ins Krankenhaus. Das waren knapp drei Prozent weniger als 2016. Die Zahl der Betroffenen liegt damit nach Angaben der Krankenkasse DAK-Gesundheit auf dem niedrigsten Stand seit zehn Jahren. Grundlage der Daten sind bislang unveröffentlichte Zahlen des Statistischen Landesamtes.

Jungen trinken häufiger über den Durst

2017 kamen demnach 1178 Jungen und 877 Mädchen aus Niedersachsen im Alter zwischen zehn und 20 Jahren nach Alkoholmissbrauch in Kliniken. Das waren 59 weniger als im Jahr 2016. Die Zahl der männlichen Betroffenen sank im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent, bei Mädchen und jungen Frauen blieb die Anzahl der Betroffenen nahezu gleich (875).

Den größten Rückgang gab es nach Angaben der DAK-Gesundheit bei den 10- bis 15-jährigen Jungen mit zehn Prozent. In dieser Altersgruppe kamen 2017 insgesamt 90 Rauschtrinker in die Klinik – zehn Kinder weniger als im Vorjahr. In der gleichen Altersgruppe ist bei den Mädchen ein Rückgang von 8,6 Prozent zu verzeichnen.

Neue Aufklärungskampagne geplant

„Der rückläufige Trend ist erfreulich, dennoch ist jede Alkoholvergiftung eines Kindes oder Jugendlichen eine zu viel“, sagte Dirk Vennekold, Leiter der DAK-Landesvertretung in Niedersachsen. Daher werde gemeinsam mit Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) auch 2019 die Aufklärungskampagne „bunt statt blau“ gestartet. Die Aktion solle die Themen Prävention und Gesundheit in den Schulalltag bringen.

Reimann sagte: „Es ist ein gutes Zeichen, dass die Zahlen der Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen in Niedersachsen gesunken sind.“ Dazu hätten auch Präventionsprogramme beigetragen, welche die Lebenswirklichkeit der jungen Menschen berücksichtigen. „Es zeigt sich, dass wir mit solchen innovativen Ansätzen mehr erreichen, als mit Ermahnungen und Verboten.“

Von RND/dpa

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