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Der Norden Vom Harz bis in die Lausitz: Luchs wandert Rekordstrecke
Nachrichten Der Norden Vom Harz bis in die Lausitz: Luchs wandert Rekordstrecke
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08:36 17.04.2018
Symbolbild von einem Luchs. Quelle: Peter Geisler
Osterode

 Ein aus dem Harz stammender Luchs ist so weit gewandert, wie bisher noch keiner seiner Artgenossen aus dem dort angesiedelten Projekt zuvor. Das Tier, das mit einer orangefarbenen Ohrmarke markiert ist, wurde jetzt in Brandenburg gesichtet. Das an Sachsen angrenzende Tagebaugebiet in der Lausitz sei rund 220 Kilometer Luftlinie entfernt, sagte der Leiter des Harzer Luchsprojekts, Ole Anders. „Dies ist die am weitesten dokumentierte Abwanderung eines Luchses aus dem Harz heraus.“ 

Luchs war über zwei Jahre lang verschollen

Vor zwei Jahren hatten Mitarbeiter des Harzer Luchsprojektes in Hörden bei Osterode (Kreis Göttingen) den Luchs mit einer Kastenfalle eingefangen und markiert. Damals habe der Luchs lediglich 17 Kilo gewogen und sei noch kein Jahr alt gewesen, sagte Anders. Später sei er noch zweimal im Südharz gesichtet worden. Danach war er zwei Jahre verschollen, bis er nun in der Lausitz entdeckt wurde. Ein Naturfotograf, der sich eigentlich auf das Ablichten von Wölfen spezialisiert hat, hatte den Luchs im Tagebaugebiet Welzow Süd vor die Linse bekommen.  „Wir wissen nicht, welchen Weg er bei seiner Wanderung gegangen ist“, sagte Anders. Auf jeden Fall war es eine ungewöhnliche Route, die meisten Luchse aus dem Harz sind in Richtung Westen oder Süden abgewandert. Den Fotos nach zu urteilen, befindet er sich in einem guten Ernährungs- und Gesundheitszustand. Nur mit der Fortpflanzung dürfte es in der Lausitz schwierig werden: Bislang ist kein weiterer Luchs in der Gegend bekannt.

Von pid

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