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Der Norden Nach Unfall auf Truppenübungsplatz: Polizei ermittelt
Nachrichten Der Norden Nach Unfall auf Truppenübungsplatz: Polizei ermittelt
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16:16 31.05.2018
Nach dem Unfall bei einer Sprengübung der Bundeswehr in Munster mit vier Verletzten sucht die Polizei nach Ursachen und möglichen Verantwortlichen. Quelle: Philipp Schulze/dpa
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Munster

Nach dem Unfall bei einer Sprengübung der Bundeswehr in Munster mit vier Verletzten suchen die Truppe und die Polizei nach Ursachen sowie möglichen Verantwortlichen. „Der Zentrale Kriminaldienst hat die Ermittlungen aufgenommen“, sagt Olaf Rothardt von der Polizeiinspektion Heidekreis. Auch die Bundeswehr hat einen Experten vom eigenen Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung aus Koblenz nach Munster geschickt. „Die Untersuchungen dauern noch an“, sagt Oberstleutnant Klaus Neumann vom Kommando Territoriale Aufgaben in Berlin. Derzeit könne noch nicht gesagt werden, was genau explodiert sei. Auch die Ursache ist unklar.

Der Unfall war am Mittwoch gegen 13 Uhr auf einem Truppenübungsplatz passiert. Zwei Soldaten im Alter von 42 und 49 Jahren wurden dabei schwer verletzt und kamen Notfallbehandlung in ein Bundeswehrkrankenhaus nach Hamburg. Lebensgefahr besteht laut Neumann aber nicht mehr. Eine 31-jährige Soldatin und ein 29-jähriger Kamerad wurden leicht verletzt, sie befindet sich bereits wieder im Dienst. Alle besitzen Feldwebel-Dienstgrade.

Laut Presseoffizier Neumann geschah der Unfall während einer Routineübung der Kampfmittelbeseitiger, die in Munster stationiert sind. Die Gruppe trainiert das Entschärfen von Sprengsätzen und Blindgängern für Einsätze im In- und Ausland. „Die Übung findet mindestens einmal jährlich statt“, sagt er. Die Teilnehmer seien Fachleute, Neulinge waren demnach nicht darunter. Insgesamt machten zehn Soldaten bei der Schulung mit.

Bundeswehr und Polizei kooperieren bei den Ermittlungen. Derzeit werde mit der Kommandantur in Munster abgestimmt, welche Untersuchungen seitens der Kripo noch geplant sind. Die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie Agnes Strack-Zimmermann sagte der „Bild“-Zeitung, die zuerst über den Vorfall berichtet hatte: „Ich hoffe sehr, dass die schwer verletzten Soldaten genesen werden und die Bundeswehr transparent aufklärt und informiert, wie es zu diesem Unfall kommen konnte.“ Laut Neumann sei der Betrieb am Übungsplatz durch den Unfall und die Ermittlungen nicht beeinträchtigt. Der Sprengplatz war bereits am Donnerstag wieder in Benutzung.

Von Peer Hellerling

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