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Der Norden Niedersachsen: Arbeitslosenzahl sinkt auf Rekordtief
Nachrichten Der Norden Niedersachsen: Arbeitslosenzahl sinkt auf Rekordtief
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12:01 30.05.2018
Menschen stehen in einem Jobcenter Schlange. Quelle: dpa
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Hannover

Die Zahl der Arbeitslosen in Niedersachsen hat den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Im Mai waren landesweit 224 654 Menschen auf Jobsuche - 3 Prozent weniger als im Vormonat und 6,3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Das gab die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Hannover bekannt. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 5,2 Prozent. „Der Grund für die positive Entwicklung liegt vor allem in der anhaltend guten Konjunktur, die aktuell von einem kräftigen Frühjahrsaufschwung noch unterstützt wird“, sagte Niedersachsens Arbeitsagentur-Chefin Bärbel Höltzen-Schoh.

Betreibe brauchen weiter Personal

Hinzu komme, dass die Betriebe weiter einen hohen Personalbedarf meldeten, erklärte Höltzen-Schoh. Die Beschäftigung wachse stetig, auch seien immer weniger Menschen langzeitarbeitslos. Allerdings: Wer schon seit längerer Zeit ohne Arbeit sei, habe nach wie vor große Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden. Darunter litten nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihre Angehörigen. Daher bemühten sich Jobcenter inzwischen mit speziellen Angeboten um große Familien. Ziel sei es, Hürden auf dem Weg zum Job abzubauen.

Von der anhaltend guten Lage am Arbeitsmarkt profitierten auch Menschen, die bisher weniger Chancen auf eine Anstellung hatten. So sank die Unterbeschäftigung im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent auf 313 817 Menschen. Als unterbeschäftigt gelten etwa Menschen, die nicht arbeiten, weil sie krank sind oder eine Weiterbildung machen. Sie werden in der Statistik nicht als Arbeitslose gezählt. Zu der Gruppe zählen auch viele Flüchtlinge, die beispielsweise noch Sprachkurse besuchen.

Großer Fachkräftemangel

Groß bleibt in vielen Branchen der Fachkräftemangel, etwa der Tourismuswirtschaft bereitet dies die größten Sorgen. Zudem bezeichneten 72 Prozent der Gastgewerbebetriebe den Fachkräftemangel als größtes Risiko für ihr Geschäft - so viele wie nie zuvor, wie die Industrie- und Handelskammer Niedersachsen (IHKN) mitteilte. 13 Prozent der Gastgewerbebetriebe möchten zwar ihr Personal aufstocken. Aber: „Ob und wie die geplanten neuen Arbeitsplätze besetzt werden können, ist jedoch ungewiss“, sagte IHKN-Tourismus-Sprecher Martin Exner.

Am höchsten in Niedersachsen ist die Arbeitslosenquote in den Städten Wilhelmshaven (10,9 Prozent) und Salzgitter (9,3). Am niedrigsten bleibt sie im Westen des Landes - besonders im Emsland (2,4), in der Grafschaft Bentheim (2,9), im Landkreis Osnabrück (3,1) und in den Kreisen Vechta und Osterholz (je 3,3).

Von dpa/naw

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