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„Leute, esst Wildschwein!“

Appell der Landwirtschaftsministerin  „Leute, esst Wildschwein!“

In Niedersachsen sollen mehr Wildschweine geschossen werden, um der befürchteten Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Deshalb appelliert die Landwirtschaftsministerin: „Leute, esst Wildschwein!“

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Wildschweine in einem Waldgebiet: In Niedersachsen wächst die Sorge vor einem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest.

Quelle: dpa

Hannover.  Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hat an die Verbraucher appelliert, Fleisch von Wildschweinen zu verzehren. „Leute, esst Wildschwein!“, sagte Otte-Kinast am Donnerstag im Landtag. 

Der Hintergrund des Appells: Das Land will mehr Wildschweine von Jägern töten lassen, um damit einer befürchteten Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest vorzubeugen. Die Infektionskrankheit, die bei Wild- und Hausschweinen meist innerhalb weniger Tage tödlich endet, breitet sich über Schwarzwild aus. Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht nicht. 

„Es gibt Burger, Schinken, Salami“

 Die Landwirtschaftsministerin bekannte, sie habe bereits bei ihrem Amtsantritt ihrem Vorgänger Christian Meyer (Grüne) eine Wildschwein-Salami geschenkt. „Wir müssen das Essen von Wildschwein bewerben: Da gibt es nicht nur den guten Braten, es gibt Burger, es gibt Schinken, es gibt Salami“, sagte Otte-Kinast.

 In den vergangenen Wochen waren vermehrt Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Osteuropa aufgetreten. Niedersachsen hat für das laufende Jahr 4 Millionen Euro für Präventionsmaßnahmen gegen die Tierseuche eingeplant. So sollen Jäger für erlegte Wildschweine Prämien erhalten, auch die Schwarzwild-Jagd mit Fallen soll erlaubt werden. 

Von Doris Heimann

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