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Der Norden Ihr „Goldjunge“ heiratet endlich
Nachrichten Der Norden Ihr „Goldjunge“ heiratet endlich
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18:53 13.05.2018
Evelyn Marie Seidel vom Lady-Di-Club fiebert der Trauung von Harry und Meghan entgegen. Quelle: Foto: dpa
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Hameln

Aus der Wanduhr erklingt die Big-Ben-Melodie, ein Dutzend schicker Hüte liegt auf dem Kleiderschrank und auf dem Beistelltisch stapeln sich Ausschnitte aus Zeitschriften mit Schlagzeilen und Fotos des britischen Prinzen Harry und seiner Verlobten Meghan Markle. Evelyn Marie Seidel ist begeisterte Anhängerin des britischen Königshauses. In Hameln hat sie vor zwanzig Jahren den „Lady Di Club“ gegründet, um das Andenken von Prinzessin Diana zu wahren – und natürlich fährt sie am Sonnabend zur royalen Hochzeit nach Windsor.

Zwischen Teetassen mit Goldrand liegt im Clubraum schon goldene und silberne Wellpappe zum Basteln bereit. Zusammen mit anderen Clubmitgliedern bereitet Seidel ihren Gruß für Harry und Meghan vor. Aus der Pappe sollen Herzen werden, darauf kommt je ein Foto von der Braut und dem königlichen Bräutigam. „Harry kommt auf die goldene Seite, ist ja mein Goldjunge“, sagt Seidel und lacht herzlich.

Am Donnerstag, zwei Tage vor der Hochzeit, wird die 68-Jährige nach London fliegen. „Es ist schade, dass Diana das alles nicht mehr miterlebt.“ Seidel ist gespannt, ob Meghan am Tag der Hochzeit etwas von Lady Di tragen wird. „Ich könnte mir vorstellen, dass sie ihre Tiara tragen darf“, überlegt Seidel laut. Schon in Meghans Verlobungsring sind Edelsteine eingearbeitet, die einst Diana gehörten. Auch auf das Brautkleid sei sie sehr gespannt.

Währenddessen tüftelt Evelyn Marie Seidel noch an ihrem eigenen Outfit für Windsor am 19. Mai. Wahrscheinlich werde es dieses dunkelblaue Kleid, sagt die Seniorin und zeigt auf das schicke Kleidungsstück. „Ich liebe einfach Blau.“ Nur die Hutfrage ist noch nicht geklärt. Zur Auswahl stehen ein schwarzes und ein dunkelblaues Exemplar – jeweils mit üppiger Krempe und künstlichen Blumen als Dekoration. Wenn das frisch getraute Paar am Sonnabend nach der Trauung in der St.-Georgs-Kapelle die etwa drei Kilometer lange Kutschfahrt durch Windsor macht, hofft Seidel einen Blick zu erhaschen.

Gerangel um die besten Plätze

Unmöglich findet sie, dass die Briten immer versuchten, etwas Schlechtes zu finden. „Diese Unkerei ist auch bei Kate schon schlimm gewesen, und jetzt ist es mit Meghan genauso“, meint Seidel. Dass mit der 36 Jahre alten Schauspielerin nach Kate mit Harrys Bruder William wieder eine Bürgerliche in die Monarchie einheiratet, findet sie gut. „Die Frauen – Kate und Meghan – sind beide eigenständig“, betont die lebenserfahrene Dame.

Sie wünsche Meghan und Harry, dass sie bald Eltern werden, sagt Seidel, die selbst Mutter von zwei Kindern und bereits Oma ist. Harry habe schon immer gesagt, dass er gerne welche wolle.

Seidels Begeisterung für die britische Monarchie begann schon in Kindertagen. Damals reiste sie regelmäßig in die Nähe von London zur Familie ihrer Tante, die nach dem Krieg einen Engländer geheiratet hatte. Vor der Hochzeit übernachtet sie im Hotel einer Freundin in Windsor.

Andere Freunde wollten sich schon in der Nacht zu Sonnabend die besten Plätze sichern. „Ich denke, ich werde um acht Uhr morgens hingehen und einen Platz suchen“, sagt Seidel. Am Tag vorher wolle sie ihre aus Bielefeld anreisende Freundin im Diana Café im Londoner Stadtteil Notting Hill treffen. Für Harrys Mutter Diana legt Seidel bei jedem Besuch auch eine Karte und Blumen am Kensington Palast ab.

Von Kristina Wienand

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