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Der Norden Drei Jahre Haft für Silvester-Schüsse gefordert
Nachrichten Der Norden Drei Jahre Haft für Silvester-Schüsse gefordert
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16:25 09.08.2018
Dem Angeklagten (links) werden im Gerichtssaal im Landgericht Braunschweig die Handschellen abgenommen. Der 69-jährige Mann soll in der Silvesternacht in Salzgitter mit einer Pistole sieben Schüsse in Richtung einer Menschenmenge abgefeuert haben. Quelle: dpa
Braunschweig

Die Staatsanwaltschaft hat für einen Angeklagten wegen Schüssen in eine Menschenmenge an Silvester in Salzgitter eine dreijährige Haftstrafe gefordert. Die Anklage legt dem 69-Jährigen versuchten Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zur Last, wie eine Sprecherin des Landgerichts Braunschweig mitteilte. Der Anwalt des Angeklagten plädierte auf eine geringere Haftstrafe von zwei Jahren. Er stellte infrage, dass sein Mandant vorsätzlich auf Menschen geschossen hat. Ein Urteil soll am nächsten Dienstag fallen.

Eine Zwölfjährige war verletzt worden

Der Mann soll eine Zwölfjährige mit einem Pistolenschuss schwer verletzt haben. Laut Anklage soll er am 1. Januar dieses Jahres aus dem geöffneten Fenster eines Cafés in Salzgitter mindestens sieben Schüsse in eine Menschengruppe abgefeuert haben. Eine Kugel traf das Kind demnach von hinten links und durchschlug seine Lunge und Rippen. Das Mädchen musste im Krankenhaus behandelt werden. Wie das Gericht mitteilte, soll das Geschoss das Herz des Kindes nur aufgrund des Rippenabpralls verfehlt haben.

Von RND/dpa

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