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Der Norden Schwere Unwetter kommen nach Niedersachsen
Nachrichten Der Norden Schwere Unwetter kommen nach Niedersachsen
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18:48 28.05.2018
In Niedersachsen kann es schwere Gewitter geben. Quelle: Marcel Kusch
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Hannover/Göttingen

Nach der Hitze kann es ab Montag in Niedersachsen zu schweren Gewittern mit heftigen Niederschlägen kommen. Diese würden größtenteils lokal auftreten, sagt ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD): „Somit können wir keine Region ausnehmen. Überall können die Gewitter entstehen.“

Für Dienstag hat der DWD für die Region Hannover eine Vorabwarnung veröffentlicht. Zur Mittagszeit könnten sich in feucht-warmer Luft schwere Gewitter entwickeln. Es bestehe erhöhte Unwettergefahr durch heftigen Starkregen (bis 40 l/qm pro Stunde) und größeren Hagel, auch Böen bis Sturmstärke 9 könnten auftreten. Punktuell könnten durch langsam ziehende Gewitterzellen auch Regenmengen von 60 bis 70 l/qm oder mehr in kurzer Zeit auftreten. Die Gewitter können bis in die Nacht zum Mittwoch anhalten, würden sich jedoch zunehmend abschwächen.

In Göttingen
wurde eine Unwetterwarnung für Montagabend veröffentlicht. Die Warnung wurde vom DWD jedoch im Laufe des frühen Abends wieder aufgehoben.

Gewitter in den Abendstunden

Grund für die Wetter-Entwicklungen ist Tief „Wilma“. Sie bringt die heiße Luft aus dem Mittelmeerraum nach Norddeutschland und sorgt für Temperaturen um die 30 Grad – und auch für die Unwetter. Dabei kann es neben heftigen Gewittern (So verhalten Sie sich bei Gewitter richtig) auch zu Schlagregen und Hagelschauern kommen. Örtlich könnten zwischen 40 bis 60 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen, betont der DWD-Sprecher. Auch Unwetter wie am Sonntag in Rheinland-Pfalz, wo Wassermassen ganze Dörfer überfluteten, seien möglich. In der vergangenen Woche verwandelte ein Hagelschauer ein Dorf in der Eifel in eine Winterlandschaft.

Der DWD rechnet mit den Gewittern am Montag, Dienstag und Mittwoch jeweils in den Abendstunden und in der Nacht.

Waldbrandgefahr weiter hoch

Bislang war der Mai in Niedersachsen sehr trocken. In Lüchow-Dannenberg, Celle und Faßberg gilt deshalb die Waldbrand-Gefahrenstufe 5. In der Region Hannover und nördlich der Landeshauptstadt warnt der DWD ebenfalls vor Waldbränden. So kommt es lokal immer wieder zu kleineren Bränden. Am vergangenen Freitag etwa war der Zugverkehr von Hannover nach Bremen wegen Buschbränden für mehrere Stunden unterbrochen. Entspannen wird sich laut DWD die Lage erst im Laufe der Woche.

In Niedersachsen ist die Waldbrandgefahr weiter hoch. Quelle: DWD

Wird der Mai der wärmste seit 100 Jahren?

Dies liegt vor allem an den wenigen Niederschlägen und der trockenen Luft. In Hannover hat es im Mai gerade einmal 2,4 Liter pro Quadratmeter geregnet. Das sind vier Prozent des monatlichen Mittels. Das übliche Soll der Sonnenstunden ist indes schon erfüllt. So gab es schon jetzt 15 Prozent mehr Sonnenschein als üblich.

„Mit einer mittleren Temperatur von 15,1 Grad ist der Mai auf dem Weg der wärmste seit 100 Jahren zu werden“, meint der Meteorologe Dominik Jung. Mit sogenannten „Tropennächten“ mit Temperaturen über 20 Grad ist laut DWD in Niedersachsen aber noch nicht zu rechnen. Dennoch lägen in der Nacht zu Mittwoch die Tiefsttemperaturen bei etwa 18 Grad.

Von sp/ewo

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