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Der Norden Staubproben aus Asse sind radioaktiv
Nachrichten Der Norden Staubproben aus Asse sind radioaktiv
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18:22 11.09.2018
Atommülllager Asse: Erstmals wurden Staubproben entnommen.
Wolfenbüttel

Aus einer Ein­lagerungskammer im maroden Atommülllager Asse im Kreis Wolfenbüttel sind erstmals Staubproben entnommen worden. Eine Erstauswertung ergab, dass im Staub radioaktive Stoffe erhalten sind, wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) am Dienstag mitteilte. Außer dem natürlichen Radionuklid Kalium-40 handele es sich um Spuren von Cäsium-137 und Blei-210. Die Proben sollen nun ausführlich analysiert werden, wie eine BGE-Sprecherin sagte.

Ende 2017 hatten Experten die Kammer zum ersten Mal angebohrt, Gasproben entnommen und Videoaufnahmen aus dem Innern des Hohlraums gemacht. In der Kammer in 750 Metern Tiefe lagern mehrere Tausend Fässer mit schwach und mittelradioaktivem Atommüll. Die Fässer sind mit einer Staubschicht bedeckt, aus der nun die Proben gezogen wurden.

Mit den Bohrungen und Probeentnahmen will sich der Betreiber einen Überblick über den Zustand der Kammer und der eingelagerten Abfälle verschaffen. In das frühere Salzbergwerk wurden zwischen 1967 und 1978 rund 126 000 Fässer mit Atom- und Chemiemüll gebracht. Weil die Grube instabil ist und voll Wasser zu laufen droht, sollen die Abfälle nach Möglichkeit an die Oberfläche geholt werden.

Von epd

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