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Der Norden Streiks legen Nahverkehr in Niedersachsen lahm
Nachrichten Der Norden Streiks legen Nahverkehr in Niedersachsen lahm
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08:46 08.04.2018
Bald ist es wieder so weit: Verdi bestreikt die Üstra. Quelle: Dröse
Hannover

 Streikbedingt müssen sich Reisende und Pendler in der kommenden Woche in mehreren niedersächsischen Städten auf Ausfälle und Behinderungen im Nahverkehr einstellen. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes stehen auch Behinderungen bei Kitas und Teilen der städtischen Verwaltung zu erwarten. Die Gewerkschaft Verdi will durch den Warnstreik den Arbeitnehmer-Forderungen in den Tarifverhandlungen mit Bund und Kommunen Nachdruck verleihen.

Kurz vor der dritten Verhandlungsrunde stehen die ersten ganztägigen Warnstreiks bereits am Dienstag in Ostfriesland an. Neben Aurich, Leer, Norden und Wilhelmshaven ist vor allem Emden betroffen. „Wegen des geplanten Demonstrationszugs durch die Stadt ist mit zahlreichen gesperrten Straßen zu rechnen“, sagt Michael Peters vom Verdi-Bezirk Weser-Ems. Zudem dürften verschiedenen Busse ausfallen und die Kitas entweder ganz schließen oder einen Notdienst einrichten. In Bremerhaven will am gleichen Tag der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, bei einer Kundgebung des Beamtenbunds dbb auf den Tarifkonflikt einstimmen.

Streik in Hannover und Bremen am Donnerstag

Schwerpunkt der geplanten Kundgebungen werden am Donnerstag die Städte Hannover und Bremen sein, aber auch in Städten wie Wolfenbüttel sind ganztägige Warnstreiks geplant. In der Region Hannover werden die Beschäftigten vieler Kommunen ihre Arbeit niederlegen, darunter bei der Stadtreinigung und in den Kitas. Zur zentralen Kundgebung mit Verdi-Chef Frank Bsirske werden rund 8000 Teilnehmer erwartet - mit Verkehrsbehinderungen ist zu rechnen.

Die Gewerkschaft fordert in den laufenden Tarifverhandlungen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Beide Seiten wollen am 15. und 16. ihre bisher ergebnislosen Verhandlungen fortsetzen. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro pro Monat angehoben werden. Einen ähnlichen ganztägigen Warnstreik hatte es bereits am 15. März gegeben.

Mehr Infos zum Streik in Hannover lesen Sie hier.

Von Ralf Krüger

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