Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Der Norden Tanzverbot in Niedersachsen: Wann darf zu Ostern gefeiert werden?
Nachrichten Der Norden Tanzverbot in Niedersachsen: Wann darf zu Ostern gefeiert werden?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:55 19.04.2019
Lust an den Feiertagen, feiern zu gehen? Das könnte in Niedersachsen schwierig werden. Quelle: Sarthak Navjivan/Unsplash
Hannover

Lust an den Oster-Feiertagen tanzen zu gehen? Das dürfte auch in diesem Jahr für genau 67 Stunden schwierig werden. Von Gründonnerstag bis Ostersonntag gilt in Niedersachsen das landesweite Tanzverbot bei öffentlichen Veranstaltungen.

Je nach Bundesland ist das verschieden, denn Feiertage sind Ländersache. Die Abgeordneten in den Landtagen legen im Feiertagsgesetz fest, welche Veranstaltungen sie wann erlauben. In Berlin und Bremen beispielsweise darf selbst am Karfreitag ab 21 Uhr wieder getanzt werden.

Besonders strikt geht es rund um Ostern in Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern zu. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind weitaus liberaler.

Wie ist die Lage in Niedersachsen?

In diesen Zeiten gilt in Niedersachsen das Tanzverbot:

  • Gründonnerstag: 5 bis 24 Uhr
  • Karfreitag: ganztägig
  • Karsamstag: ganztägig

Diese Clubs sind vom Tanzverbot betroffen

Das bedeutet, dass in Hannover Clubs und Diskotheken wie die Faust, das Café Glocksee, die Baggi Osho, das Palo Palo, der Funpark, das Zaza, die Sansibar oder der Weidendamm am Karfreitag nicht geöffnet haben.

Die Faust lädt stattdessen am Karsamstag ab 18 Uhr zum traditionellen Osterfeuer. Im Zaza veranstaltet am Ostermontag ab 14 Uhr ein Osterfrühshoppen.

Weiter lesen: Hier brennen in Hannover 2019 die Osterfeuer

In Göttingen sind Locations wie der Club Savoy, das Tanzhaus Alpenmax oder das EinsB vom Tanzverbot betroffen

In Wolfsburg bleiben etwa der Club Esplanade und in Gifhorn der Club Revolution geschlossen.

Warum darf nicht getanzt werden?

Für das Verbot gibt es religiöse Gründe. In Deutschland gelten unter anderem Karfreitag, Heiligabend und Totensonntag sowie der Volkstrauertag als sogenannte stille Tage. An diesen Tagen sind in der Regel nicht nur Tanzveranstaltungen, sondern auch andere öffentliche Events untersagt. Darunter fallen beispielsweise Märkte, Pferderennen, Sportveranstaltungen und Volksfeste. Dabei bestimmt jedes Bundesland selbst, ob und welche Veranstaltungen zu welchen Tageszeiten stattfinden dürfen. Auch Gottesdienste dürfen nicht durch Lärm gestört werden.

Hannovers Stadtsuperintendent Hans-Martin Heinemann hält eine Zeit der Stille heutzutage für angemessener denn je. „Angesichts der Schrecken in dieser Welt kann man es den Menschen abverlangen, einmal nicht zu johlen, einmal nicht zu feiern“, sagt er. Der gekreuzigte Jesus stehe für alle Gefolterten und Geknechteten, und für diese gelte es, einen Moment im Jahr innezuhalten.

Bei Verstößen drohen Bußgelder

Wer gegen das Tanzverbot verstößt, handelt ordnungswidrig. Daher drohen Wirten und Veranstaltern von Partys hohe Bußstrafen. Bis zu 10.000 Euro können fällig werden.

Besucher von Tanzveranstaltungen oder Konzerten müssen nicht damit rechnen, bestraft zu werden.

Mehr lesen: Warum „Heidi“ an Karfreitag verboten ist

Von RND/ewo

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Tödlicher Unfall am Donnerstagnachmittag in Dalle (Kreis Celle): Ein Autofahrer prallte auf einem Waldweg mit seinem Wagen gegen einen Baum. Er starb noch vor Ort.

18.04.2019

Beim Start in den Osterreiseverkehr haben Autofahrer am Gründonnerstag viel Geduld gebraucht. Es gab zahlreiche Staus auf den Autobahnen. Und die Aussichten für die nächsten Tage sind nicht besser.

18.04.2019

Verstörende Errettungen: Ilija Trojanow stellt sein Buch „Nach der Flucht“ in Hannover vor

21.04.2019