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Der Norden Diese Weihnachtsmärkte in Niedersachsen sind einen Besuch wert
Nachrichten Der Norden Diese Weihnachtsmärkte in Niedersachsen sind einen Besuch wert
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00:16 04.12.2018
Einer der schönsten: Weihnachtsmarkt in Lüneburg. Quelle: Mathias Schneider
Hannover

Weihnachtsmarkt und Fachwerkkulisse –das passt gut zusammen. Wenn aus adventlich geschmückten Buden der Geruch von Glühwein und gebrannten Mandeln die Nase kitzelt, wird Besuchern schnell warm ums Herz. Niedersachsens besonders beliebte Weihnachtsmärkte haben viel von dieser Romantik zu bieten, so dass sich ein Ausflug dorthin in jedem Jahr wieder lohnt. Wir stellen einige der schönsten Märkte vor. Für sie alle gilt: Der Eintritt ist frei.

Mit Innenhöfen: Lüneburg

In Lüneburg gibt es nicht nur einen zentralen Weihnachtsmarkt, sondern viele kleine Märkte in der ganzen Stadt mit ganz unterschiedlichen Ausrichtungen –zum Beispiel am Alten Kran, bei der Johanniskirche und in Innenhöfen der Altstadt. Gerade die kleinen Märkte inmitten von repräsentativen Backsteingiebeln und mittelalterlichem Fachwerk sind so beliebt, dass in diesem Jahr zusätzliche Innenhöfe als Schauplatz dazukommen. Ein Anziehungspunkt ist das Winterdorf an der Schröderstraße mit regionalen Köstlichkeiten wie einem Apfelsaftpunsch aus dem Wendland, der beweist, dass sich ein Weihnachtsmarktbesuch auch ohne Alkohol genießen lässt. Weitere Attraktionen in Lüneburg sind das Weihnachtskino im Rathausgarten und der historische Christmarkt zu Füßen der Michaeliskirche am ersten Adventswochenende. Kinder können sich auf das Vernaschen des großen Knusperhäuschens vor dem Rathaus am 4. Advent freuen.

Die größeren Weihnachtsmärkte sind bis zum 23. Dezember jeweils bis 21 Uhr geöffnet. Der historische Christmarkt an der Michaeliskirche findet nur an diesem Sonnabend von 12-19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr statt.

Mit Schlosskulisse: Celle

Zusätzlich zu großen Teilen der Fußgängerzone der Fachwerkstadt hat sich in Celle auch der Schlossvorplatz adventlich verwandelt. Erstmals präsentiert sich die „Weihnachts-Manufaktur“ mit Angeboten aus den Bereichen Design und Dekoration direkt vor dem imposanten Barockschloss. Durch einen regelmäßigen Wechsel der Anbieter in den einzelnen Hütten gibt es für Mehrfachbesucher immer Neues zu entdecken. Am 8. und 9. Dezember wird außerdem der Große Festsaal im Schloss zum Weihnachtsmarkt für Schmuck- und andere Unikate. Auf der Stechbahn finden sich Tag für Tag Mitmachangebote für Kinder, unter anderem eine Lederwerkstatt.

Der Markt vor dem Schloss und in der Altstadt ist bis zum 23. Dezember Montag bis Donnerstag sowie Sonntag 11 bis 20 Uhr, Freitag und Sonnabend 11 bis 21 Uhr geöffnet. Nach einem Schließtag zu Heiligabend öffnet er nochmals am 25. und 26. Dezember von 13 bis 20 Uhr.

Mit Burggraben: Braunschweig

Dieser Markt ist nicht nur ein liebgewonnener Treffpunkt für Einheimische, sondern kann auch auf eine besonders lange Historie zurückblicken. Im Jahr 1505 öffnete er zum ersten Mal seine Tore. Sein heutiger Standort rund um den Dom St. Blasii und die Burg Dankwarderode, mit dem stimmungsvoll beleuchteten Braunschweiger Burglöwen in der Mitte, lässt noch immer etwas vom mittelalterlichen Flair nachspüren. Ein besonderer Anziehungspunkt ist der historische Burggraben: Festliche Beleuchtung zeichnet den ursprünglichen Verlauf der Oker nach und setzt vier überdachte Weihnachtsmarkt-Flöße in Szene. Von dort aus lässt sich das Marktgeschehen entspannt verfolgen.

Der Markt ist bis 29. Dezember mit Ausnahme des 24. und 25. Dezember täglich geöffnet, Montag bis Samstag jeweils von 10 bis 21 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 21 Uhr.

Mit Weihnachtspostamt: Hildesheim  

Vom Hildesheimer Weihnachtsmarkt aus lassen sich erstmals Briefe an den Weihnachtsmann verschicken. Eine Außenstelle des Weihnachtspostamts Himmelsthür lädt Kinder zum Wunschzettelschreiben und zu Bastelaktionen ein. Holzhütten, die Hildesheimer Fachwerkfassaden nachempfunden sind, schaffen rund um den Marktplatzbrunnen ein besonderes Ambiente. Der Weihnachtsmarkt schmückt sich zudem mit einer etwa zehn Meter hohen, mit mehr als 7 500 LED-Lämpchen beleuchteten Tanne und mit einer vierstöckigen Weihnachtspyramide. Einen Überblick können sich Besucher vom Riesenrad auf dem Platz An der Lilie aus verschaffen.

Der Weihnachtsmarkt ist bis zum 27. Dezember täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet, einzelne gastronomische Stände darüber hinaus bis 21.30 Uhr. Am 24. und 25. Dezember bleibt der Markt geschlossen, am 26. Dezember kann er ab 14 Uhr besucht werden..

Mit Mystischem: Hameln

Weserrenaissance-Bauten und Fachwerkhhäuser bilden die besondere Kulisse des Hamelner Weihnachtsmarktes. 70 individuell gestaltete Markthütten umrahmen das Ensemble um Hochzeitshaus und Marktkirche und ziehen sich bis in die Fußgängerzone. Die Rattenfänger-Sage findet sich mehrmals täglich beim Glockenspiel, aber auch in Gestalt eines Pfeifers wieder, der mit Besuchern seine Runden durch die Straßen dreht. Weitere Sagengestalten spazieren bei der „mystischen Nacht“ am heutigen Sonnabend von 20 Uhr an durch die Gassen. Ab 22 Uhr gibt es an diesem Abend zum Abschluss ein Feuerwerk.

Der Markt ist bis zum 23. Dezember jeweils Montag bis Donnerstag 10 bis 20 Uhr, Freitag und Sonnabend 10 bis 22 Uhr und sonntags 11 bis 20 Uhr geöffnet.

Mit Weihnachtswald: Goslar

Im Weihnachtswald in der Goslarer Altstadt lassen sich vor mittelalterlicher Kulisse Kakao oder Punsch in geselliger Runde genießen. Der Besuch wird inmitten von 60 großen weihnachtlich beleuchteten Nadelbäumen auf duftendem Waldboden zu einem Erlebnis für alle Sinne. Beim traditionellen Weihnachtsmarkt auf dem Marktplatz der Stadt am Harz laden 80 urige Holzhütten zum Bummeln und Schlemmen ein. In diesem Jahr verwandelt sich zum ersten Mal auch der Brunnengarten am Hohen Weg in einen Teil des Marktes, unter anderem mit einem Ziegengehege, das vor allem die kleinen Besucher erfreuen soll.

Der Weihnachtsmarkt ist bis zum 30. Dezember werktags 10 bis 20 Uhr und sonntags 11 bis 20 Uhr geöffnet, der Weihnachtswald jeweils bis 22 Uhr. Heiligabend kann der Markt 11 bis 14 Uhr, an den Weihnachtsfeiertagen 12 bis 19 Uhr und am 30. Dezember 10 bis 18 Uhr besucht werden. Freitags bis sonntags gibt es einen kostenpflichtigen Shuttle vom Parkplatz Osterfeld.

Mit Festumzug: Bad Pyrmont

Ein gelungenes Beispiel für die zahlreichen kleineren Weihnachtsmärkte im Land findet sich im Staatsbad Pyrmont. Das Marktgeschehen konzentriert sich dort auf den Brunnenplatz vor der historischen Trinkhalle. Konzerte und Veranstaltungen, beispielsweise ein Märchenfilm im Open-Air-Kino, stimmen die Besucher auf Weihnachten ein. Ein Publikumsmagnet ist seit Jahren das Zar-Peter-Wochenende, diesmal vom 14. bis 16. Dezember, das sich auf die Kurtradtion des damaligen russischen Zaren in Pyrmont gründet. Höhepunkt ist der Festumzug „Petersburger Schlittenfahrt“ am Nachmittag des dritten Advent über die Hauptallee. Den Abschluss auf dem Brunnenplatz bilden ein Damenwalzer und ein Lichtertanz der Fürstenkinder.

Der Weihnachtsmarkt öffnet bis zum 23. Dezember Montag bis Donnerstag sowie Sonntag 11- bis 20 Uhr, freitags und sonnabends bis 21 Uhr. Besucher finden kostenlose Parkplätze an der Südstraße, an Wochenenden auch auf den öffentlichen Parkflächen in der Innenstadt.   

Von Gabriele Schulte

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