70 000 Soldaten starben dort im Frühjahr 1944. Die von Benedikt 540 verfasste Ordensregel rückt das Leben in der Gemeinschaft und die körperliche Arbeit („ora et labora“, bete und arbeite) in den Mittelpunkt. Papst Paul VI. hat Benedikt 1964 zum Patron Europas ernannt.
Nach dem frommen Mann ist die Benediktus-Medaille benannt. Die Fotos zeigen die in ein Kruzifix gefasste Medaille, die Adalbert Gerhardy aus Gieboldehausen im Marienwallfahrtsort Medjugorje erwarb. Auf der Medaille ist ein Kreuz mit geheimnisvollen Buchstaben zu sehen. Seit wann es dieses gibt, ist unklar. Das Internetlexikon Kathpedia berichtet von einem Zaubereiprozess im Jahr 1647 im bayrischen Natternberg. Zwei Hexen erklärten, dass sie über das Benediktinerkloster Metten aufgrund von Buchstabenkreuzen auf der Mauer keine Macht hätten.
Medaillen mit dem Kreuz ließ sich Benediktiner-Abt Benno II. 1741/42 von Papst Benedikt IV. als Sakramentalie (heiliges Zeichen) bestätigen. Das Kreuz hilft gemäß katholischen Glauben bei der Abwehr des Bösen und soll in der Stunde des Todes Beistand gewähren. Auf dem Längsbalken steht CSSML („Crux sancta sit mihi lux“, das heilige Kreuz sei mir Licht), auf dem Querbalken NDSMD („Non draco sit mihi dux“, der Drache sei mein Führer nicht). Im Kreis, der das Kreuz umfasst, heißt es VRSNSMV – SMQLIVB („Vade retro satanas nunquam suade mihi vana – Sunt mala quae libas, ipse venena bibas“, weiche von mir Satan und führe mich nicht zur Eitelkeit. Schlecht ist, was du mir einträufelst. Trinke selber dein Gift). Auf der Rückseite ist der Heilige zu sehen. Ein Krug mit Schlange erinnert an einen Vergiftungsversuch. Benedikt schlug ein Kreuz, der ihm gereichte Giftkrug zersprang.
Von Michael Caspar