Transport fertig: Lothar Bolle (links) und Timo Seebode beladen ihren Lastwagen mit Möbelstücken aus der Lagerhalle.
Die letzten Möbel werden verladen, das Monteur-Duo Timo Seebode und Lothar Bolle trägt den Sessel einer Sitzgarnitur in einen der sechs Lkw, die sich wenig später auf ihre Tagestouren in Richtung Duderstadt, Göttingen, Einbeck, Harz, Heiligenstadt und Leinefelde begeben. „Das sind unsere Ballungszentren, die wir anfahren“, erläutert Jörg Glimmann, Geschäftsführer des Eichsfelder Möbelcenters, das seit 1814 in siebter Generation von der Familie Rheinländer betrieben wird. Auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern werden die bestellten Möbelstücke in zwei Hallenabschnitten gelagert. „Unsere Kunden warten in der Regel vier bis 16 Wochen auf die Ware. Das hängt immer vom Lieferanten ab. Wir verkaufen bei uns nämlich nicht aus dem Regal, sondern das Meiste muss erst angefertigt werden“, erklärt Glimmann die mitunter langen Wartezeiten.
Die zwölf Monteure des Möbelcenters arbeiten in Zweier-Teams. Während die einen heute gleich sechs Kunden beliefern, haben andere nur ein Anfahrtsziel. „Man muss unterscheiden, ob nur ausgeliefert oder auch montiert wird. Bei Küchen übernehmen wir zudem die Elektro- und Wasseranschlüsse“, so Glimmann.
In einer kurzen Gesprächsrunde lassen die Verkäufer im Möbelhaus indessen den Vortag noch einmal Revue passieren, diskutieren Verbesserungsvorschläge und klären offene Fragen, ehe sie sich an ihre Arbeit in den einzelnen Abteilungen begeben.
Kunden sind am Freitagmorgen vereinzelt im Eichsfelder Möbelcenter zu finden. „Der Großteil kommt am Nachmittag“, so der Geschäftsführer. In der Küchenabteilung sieht sich Monique Baßmann mit ihrer Familie nach einer neuen Einrichtung um. Fachgerechte Beratung erhält sie von Verkäufer André Grieger. Der Trend geht zu offenen Küchen, wie zahlreiche der rund 60 Ausstellungsstücke zeigen. „Hinzu kommen 200 Polstermöbel, 50 Schlafzimmer, 150 Tischgruppen und vieles mehr“, berichtet Glimmann.
Gegen 10.30 Uhr verabschiedet sich das vierköpfige Putzteam um Marina Müller, das bereits seit sieben Uhr im Einsatz war und alles auf Hochglanz gebracht hat – auch die Verwaltung des Möbelcenters. In dieser erledigen Ines Knöchelmann (zuständig für den Kundenservice) und André Hunold (Einkaufsassistenz/Werbeabwicklung) ihre Arbeit. Des Weiteren dreht sich in der Verwaltung alles um die Auftragserfassung, Tourenplanung und die Finanzbuchhaltung. „Ein besonderer Service ist unsere Tourenplanung. Wir rufen unsere Kunden an und machen mit ihnen Liefertermine aus, anstatt ihnen einfach welche aufs Auge zu drücken“, sagt Glimmann.
Einen besonderen Service bietet das Eichsfelder Möbelcenter Gieboldehausen auch am morgigen Sonntag, denn dieser ist verkaufsoffen. Gelegenheit zum Shoppen und Schauen besteht von 13 bis 18 Uhr.
Von Kristin Kunze