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Altenheim St. Martini

Via Bildschirm dem Papst ganz nah

Von Heinz Hobrecht

Weitaus mehr Menschen aus der Region wären gestern gern bei der Vesper in Etzelsbach dabei gewesen. Aufgrund ihres Alters, krankheits- oder auch berufsbedingt konnten viele Gläubige dem Papst nicht persönlich begegnen. Via Bildschirm waren sie ihm dennoch ganz nah.

Trotz Entfernung dem Papst ganz nah: Ordensschwestern und Altenheim-Bewohner verfolgen die Papst-Vesper.

© Thiele

Eichsfeld. . „Gut, dass es Fernsehen gibt.“ Immer wieder war dieser Satz zwischen 17 und 19 Uhr im Altenheim St. Martini in Duderstadt zu hören. Ebenso, wie für viele Gläubige in einem der insgesamt neun Pflegeheime im Altkreis oder auch für die Patienten im benachbarten Krankenhaus war für die Bewohner in St. Martini die Großleinwand Brücke und Verbindung zum Heiligen Vater nach Etzelsbach. Im Konferenzraum des Altenheims verfolgten mehrere dutzend Gläubige die Vesper und feierten mit Papst Benedikt XVI. Es gab Kekse und Schnittchen, Saft und Bier. Gut zehn Kilometer entfernt von der Wallfahrtsstätte im Obereichsfeld herrschte auch in St. Martini Wallfahrtsstimmung. Als „Höhepunkt ihres Glaubens“, bezeichnete Anneliese Grimm den Papstbesuch in ihrer Heimat. Die gebürtige Breitenbacherin, sieben Jahre älter als der Papst (84), war vor 14 Tagen mit ihrer Tochter zur Stippvisite in Etzelsbach. Schon als Kind sei sie dort zur Wallfahrt gegangen, erinnerte sich die Eichsfelderin.

In ganz besonderer Beziehung zur katholischen Kirche und zum Papst feierten in St. Martini die Ordensschwestern von der Kongreation des Heiligen Vinzenz von Paul die Papst-Übertragung mit. „Vielleicht winkt uns Oberin Càrola im Fernsehen zu“, hatten sich einige der Ordensschwestern schmunzelnd vor der Sendung gewünscht. Die Oberin pilgerte als einzige Ordensschwester des Hauses mit zur Wallfahrtsstätte. „Ich werde über meine Erlebnisse und Eindrücke ausführlich berichten“, versprach sie am Wallfahrtsmorgen.

Schwester Justina, die in der vergangenen Woche ihr 50-jähriges Ordensjubiläum feiern konnte (Tageblatt berichtete), freute sich, als der Heilige Vater, begleitet von Pauken und Trompeten, das Pilgerfeld betrat. Ihr Dank galt auch Beschäftigungstherapeutin Stephanie Deppe und der ehrenamtlichen Helferin Marga Fehler, die die Feierstunde am Bildschirm vorbereitet hatten. Es fehlte an nichts. Sogar Liedzettel mit den Wallfahrtsliedern in Etzelbach wurden verteilt.

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