Duderstadt. Apparative und personelle Synergien zwischen Intensivtherapie und Pflege nutzen – das sei Hintergrund der IMC, so Wolfgang Hahm, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin, bei der feierlichen Stationseinweihung. Mit der IMC reagiere man vor allem auf einen heutzutage häufig auftretenden Krankheitsverlauf: „Patienten, die hier zwar mit intensivem Krankheitsbild aufschlagen, dann aber auch schnell wieder entlassen werden können“, erklärt er, wer in Zukunft auf der IMC betreut werde. Dies sei beispielsweise nach Hüftoperationen oder Katheteruntersuchungen der Fall. Bisher seien solche Patienten auf der Intensivstation versorgt worden – mit der Konsequenz, dass dort oft Betten fehlten und der OP-Plan behindert wurde. Mit den zwei neuen Zimmern mit jeweils zwei Betten soll die Situation nun entspannt werden.
Auch auf der IMC werden die Patienten von Fachpersonal der Intensivstation versorgt, an die sie räumlich angegliedert ist. Der Schwerpunkt liegt hier aber auf der Überwachung der Patienten. Intensive Therapien wie beispielsweise künstliche Beatmung finden in der Regel nicht statt.
Rund 800 000 Euro wurden in den Umbau investiert, das niedersächsische Sozialministeriums förderte die Maßnahme mit 500 000 Euro. „Ein klares Zeichen dafür, wie wichtig eine solche Station ist“, wie Jürgen Thoridt, Geschäftsführer des St.-Martini-Krankenhauses, betont. Propst Galluschke stellt beim Segnen der Station den Menschen in den Vordergrund: Nicht die Apparate, sondern die, die hier behandelt werden und arbeiten, sollten durch den Segen Unterstützung von Gott erhalten. Ziel sei eine Atmosphäre, in der es den Menschen gut ginge: „Der Segen ist vor allem für die Seele.“
Von Christina Stender
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