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Fukushima-Jahrestag

Atom-Protest: Traktor-Konvoi vom Eichsfeld nach Berlin

Von Kuno Mahnkopf

Nach Gorleben getuckert ist er schon mit seinem Trecker, jetzt ist Berlin an der Reihe: Der Seeburger Biobauer Ludwig Pape macht sich am Sonntag, 10. März, mit mehreren Mitstreitern aus der Region auf den Weg in die Bundeshauptstadt.

Rechnet mit 18 Stunden Fahrzeit: Biobauer Ludwig Pape.

© Pförtner

Seeburg. Dort wollen sich die Atomkraftgegner tags darauf – am zweiten Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima – gemeinsam mit der Berliner Anti-Atom-Initiative an einer Mahnwache vor der japanischen Botschaft in der Hiroshimastraße beteiligen.

Der Traktor-Konvoi mit Landwirten aus Seeburg, Waake, Landolfshausen, Groß Lengden, Mollenfelde und Schönhagen (Thüringen) startet um 4 Uhr vor Papes Hof in der Seeburger Ortsdurchfahrt. Pape rechnet mit rund 18 Stunden Fahrzeit über Landstraßen, Fahrerwechsel sind ebenso vorgesehen wie ein Begleitfahrzeug für den Protest-Korso.

Die Mahnwache und Kundgebung vor der Botschaft wird auch von Atomkraftgegnern aus Japan mitgestaltet.

Die seien wahrlich nicht zu beneiden, meint Pape und spricht von einer verantwortungslosen Atomlobby in dem hochgradig erdbebengefährdeten Land sowie einer Gefährdung der gesamten Biosphäre der Erde: „Die neu gewählte Regierung Japans setzt nicht einmal zwei Jahre nach Fukushima wieder voll auf das Atomkraft-Roulette.“

Verstimmt ist der Seeburger Anti-AKW-Aktivist über die Ablehnung, am 11. März im an die japanische Botschaft angrenzenden Tiergarten symbolisch eine Japanische Kirsche zu pflanzen: „Offensichtlich reicht der manipulationserprobte Arm der Atomlobby nicht nur innerhalb Japans in alle Lebensbereiche, sondern auch bis in die Amtsstuben des Bezirksamtes von Berlin Mitte.“

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