Er hatte die großformatigen Kunstwerke auf Bestellung der Stadt aus dem besonderen Anlass gemalt. Sie schmückten seitdem die Nord-, Süd- und Westwände des großen Rathaus-Saales. Genau an dieser Stelle sind sie im Rahmen einer Sonderausstellung von heute bis einschließlich Sonntag, 7. Februar, wieder zu sehen.
Dass dies möglich wurde, ist dem aus Duderstadt stammenden Ingenieur Nils Ballhausen zu verdanken. In einem 1989 herausgegebenen Buch zur Renovierung des historischen Rathauses hatte er die Tafelbilder von Knottnerus-Meyer entdeckt. Fasziniert von den Werken stellte er Nachforschungen nach deren Verbleib an.
Wie Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) gestern bei einer Vorabpräsentation der Ausstellung darlegte, fanden sich die Bilder im Magazin der Stadt und konnten so ohne Probleme für die geplante Ausstellung zur Verfügung gestellt werden. Dazu gibt es eine Broschüre zum Werk des Malers Knottnerus-Meyer, die von dem Historiker Hans-Reinhard Fricke und dem Freund der Familie Knottnerus-Meyer, Bruno Grönke, verfasst und zusammengestellt wurde. Im Rahmen der Vorabpräsentation der Ausstellung stellte Ballhausen als Kurator der Präsentation die Frage in den Raum, ob nicht eine Schau des künstlerischen Schaffens von Knottnerus-Meyer denkbar wäre. Immerhin haben er und Grönke bereits 78 Bilder des Malers entdeckt.
Sebastian Rübbert
Bruno Grönke wird am morgigen Sonnabend, 23. Januar, über den Künstler Hermann Knottnerus-Meyer und sein Werk sprechen. Sein Vortrag „Kunst ist sichtbar – Gedanken zum Werk des Kunstmalers Hermann Knottnerus-Meyer“ beginnt im historischen Rathaus Duderstadts (Marktstraße 66) um 11 Uhr.
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