„Die Kinder waren noch nie so ruhig“: Gebannt folgen Schüler der Janusz-Korczak-Schule der Opernaufführung.
Große Augen, offen stehende Münder bei Schülern, Lehrern und Eltern in der Turnhalle der Schule, die mit minimalen Requisiten in eine Opernbühne umfunktioniert wurde: „Absolut perfekt vorbereitet, genial umgesetzt“, fasste Lehrerin Andrea Glorius die Begeisterung der Zuschauer nach der Aufführung in Worte. Da hatten die Künstler – Absolventen des Konservatoriums der Musikhochschule Wien – nicht nur musikalisches Können, sondern auch Erfahrung und Geschick im Umgang mit jungem Publikum bewiesen. Kindgerecht hatten sie die Oper erzählt und in diese Erzählung die Schüler als Schauspieler einbezogen.
Zwölf Schüler hatte Glorius für die Mitwirkung am Projekt ausgewählt, fünf von ihnen hatten sogar eine Rolle mit Text. Zwei Akte der Oper standen sie dann mit den Darstellern, die die Gesangseinlagen für die Kinder übernahmen, vor dem Publikum.
„Die Kinder waren noch nie so ruhig bei einer Veranstaltung“, macht Glorius deutlich, wie das Stück vor allem die Schüler in seinen Bann gezogen hat. Die Darsteller des Wiener Ensembles haben es mit viel Humor und Einfühlungsvermögen geschafft, den Schülern das klassische Stück nahe zu bringen. Immer wieder wurden die Kinder mit einbezogen, Passagen erklärt. „Die ganze Oper wurde auf kindgerechte Art und Weise vorgestellt“, so Glorius. Unmittelbar beteiligt waren die Schüler aus den zweiten, dritten und vierten Klassen, als sie gemeinsam die „Ode an die Freude“ sangen.
Unvorbereitet waren die Schüler nicht. Glorius hatte in den vergangenen Wochen mit ihnen geübt und die Vorstellung in der Schule vorbereitet. Dabei sei sie vom Ensemble der Kinderoper mit Material und genauen Anweisungen unterstütz worden, berichtet sie.
„Musik spielt an unserer Schule eine große Rolle“, begründet Glorius das ungewöhnliche Projekt. Die Entscheidung, das Wiener Ensemble nach Duderstadt zu holen, bewertet sie nach diesen Erfahrungen und der gelungenen Vorstellung rundum positiv.
lo