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Interview Probst Damm

„Die Glaubwürdigkeit der Kirche ist beschädigt“

Seit dem 28. Januar kommt die katholische Kirche nicht zur Ruhe. An diesem Tag werden, durch einen Brief des Rektors des von Jesuiten geführten Canisius-Kollegs in Berlin, erstmals Fälle sexuellen Missbrauchs in kirchlichen Einrichtungen öffentlich. Seitdem vergeht kaum ein Tag, an dem nicht weitere Vorwürfe erhoben werden. Am 23. März berichtet das Tageblatt über die Verurteilung des vormaligen Pfarrers der Seelsorgeeinheit Rhumspringe-Hilkerode-Rüdershausen wegen sexuellen Missbrauchs. Eine kontroverse Debatte über den Fall beginnt, unter anderem im Kommentarbereich der Tageblatt-Homepage im Internet. Das volle Ausmaß der Erschütterung in den betroffenen Gemeinden wird am 6. April deutlich, als die Pfarrgemeinderäte der Seelsorgeeinheit gegenüber dem Tageblatt eine Stellungnahme abgeben. Oberster Repräsentant der katholischen Kirche im Untereichsfeld ist Propst Wolfgang Damm. Will er zur Situation Stellung nehmen? Damm reagiert umgehend auf die Anfrage der Tageblatt-Redaktion, er sagt zu. Innerhalb eines Tages ist ein Interview-Termin vereinbart. Kurz darauf stellt sich Duderstadts Propst hoch konzentriert und aufgeräumt den Fragen von Michael Caspar und Ulrich Lottmann.

„Wir sind eine Kirche aus Menschen, und Menschen machen Fehler“: Propst Wolfgang Damm sieht Verantwortung beim Einzelnen.

© OT
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Propst Damm, steckt die Kirche in einer Krise?
Sexueller Missbrauch von Kindern ist ein gesellschaftliches Problem, nicht nur eines der Kirche. Bei der Kirche ist es jedoch besonders ärgerlich, weil wir mit dem Anspruch auftreten, Vorbild zu sein. ,Ihr seid das Licht der Welt‘, heißt es in der Bibel. Allerdings sind wir eine Kirche aus Menschen, und Menschen machen Fehler. Das geht mit Petrus los, er hat den Herrn drei Mal verleugnet und es hinterher bitter bereut. Klar ist, die Verantwortung für Fehlverhalten liegt beim Einzelnen. Der Priester, der ein Leben nach dem Evangelium versprochen hat, muss sein Fehlverhalten vor Gott rechtfertigen. Der Kirche als Institution wird vorgeworfen, diese Dinge bisher unter der Decke gehalten zu haben. Dazu muss man sagen: Es sind auch früher Fälle an die Staatsanwaltschaft abgegeben worden, jedoch ohne das an die große Glocke zu hängen. Das haben auch andere nicht getan, nehmen sie nur die Odenwaldschule. Jede Institution sorgt sich um ihr Image. Die Jesuiten in Berlin, wo die Vorwürfe sexuellen Missbrauchs erstmals aufgekommen sind, haben dann gesagt: Das ist die falsche Politik, wir gehen offen damit um – das rechne ich ihnen hoch an. Sie haben den Hildesheimer Bischof umgehend über einen ihrer auffällig gewordenen Pater informiert, der später unter anderem in Göttingen eingesetzt war. Der Bischof hat sich dann entschlossen, genauso offen mit dem Thema umzugehen – wissend, was kommen würde. Das nun so viele Dinge aus der Vergangenheit bekannt werden, ist für die Verantwortlichen allerdings erstaunlich.

Als Grund für die Diskretion der Kirche wird genannt, dass sie ihr eigenes, das kanonische Recht, über das Recht des Staates stellt.
Dieser Vorwurf ist alt. Schon Reichskanzler Otto von Bismarck hat den Katholiken Ende des 19. Jahrhunderts vorgeworfen, sie könnten keine guten Staatsbürger sein, weil sie den Papst als höchste Autorität anerkennen würden. Das führte zum Kulturkampf, den zu beenden nicht zuletzt der Duderstädter Kardinal Kopp geholfen hat, indem er Kaiser Wilhelm II. von der Treue der Katholiken zum Staat überzeugen konnte. Die deutschen Bischöfe haben sich zuletzt Anfang des Jahres bei ihrer Konferenz in Freiburg eindeutig zum staatlichen Recht bekannt. Es ist doch klar: Ich bin Bürger dieses Staates, und sein Recht gilt. Dem kanonischen Recht unterwerfe ich mich zusätzlich.

Die katholische Kirche bildet also keinen Staat im Staate?
Nein.
In der Diskussion wird der Zölibat in Zusammenhang mit sexuellem Missbrauch von Kindern gebracht.
Die zölibatäre Lebensweise hat nach meinem Eindruck – und meiner Erfahrung – damit nichts zu tun. Wir sind alle Menschen mit einem eigenen Willen. Das ist wie mit dem Hunger, ich kann ihm nachgeben und ständig den Kühlschrank plündern oder ich kann mich beherrschen. Auch in einer Ehe lebt man übrigens zu einem gewissen Grad zölibatär. Verheirateten Bekannten sage ich immer: Ich verzichte auf 1000 schöne Frauen, ihr auf 999. Das Zölibat ist nur eine von vielen Einschränkungen, denen ein Priester unterliegt. Der Regens, der die Priesteranwärter vom ersten Semester an betreut, achtet darauf, dass nur geeignete Menschen zur Weihe zugelassen werden. Nicht jeder kann Priester werden, das ist in anderen Berufen auch so. Und die Fähigkeit zur zölibatären Lebensweise ist eine von vielen Einschränkungen.

Steht der Zölibat zur Diskussion?
Er steht – zumindest unter diesem Aspekt – nicht zur Disposition. Sollte jedoch der Priestermangel zunehmen, muss die Kirche eventuell neu nachdenken. Wie stellt sie sicher, dass künftig genügend Priester für die Feier der Eucharistie vorhanden sind? Da ist der Zölibat keine unüberwindbare Hürde. Schon heute gibt es verheiratete Priester in der katholischen Kirche, zum Beispiel evangelische Pastoren, die konvertiert sind. Im Bistum Hildesheim gibt es einen verheirateten Priester, der orthodox-uniert ist. Die Diskussion um den Zölibat ist aber unabhängig von den Fällen von sexuellem Missbrauch zu führen.
Die katholische Kirche begreift sich als gesellschaftliche Kraft, die sich mit eigenen Positionen in öffentliche Debatten einmischt. Hat durch die Skandale die moralische Autorität der Kirche Schaden genommen?
Die Glaubwürdigkeit der Kirche ist sicher beschädigt – durch die Diskrepanz zwischen dem, was sein sollte und dem, was ist. Aber auch hier gilt, die Kirche ist eine Kirche aus Menschen. Ein Priester ist nicht allein dadurch heilig, dass er geweiht ist. Es ist nicht gut, Menschen anzuhimmeln, hinterher ist die Enttäuschung um so größer. Aber es ist klar: Die aktuelle Diskussion bedeutet einen Imageverlust für die Kirche und das ist bedauerlich. Denn eine Autorität, die nicht durch Ansehen untermauert ist, ist keine.

Wie bewerten Sie rückblickend den Fall des Rhumspringer Pfarrers Spicker, der 1995 einen Zwölfjährigen sexuell missbraucht hat?
Das Bistum Hildesheim hat 2003 von dem Fall erfahren. Der Pfarrer nahm sich eine Auszeit und unterzog sich einer Therapie. Ein Professor des Berliner Krankenhauses Charité bescheinigte ihm hinterher in einem Gutachten, dass er weiter in der Seelsorge arbeiten könne. Das muss man alles immer vor dem Hintergrund der damaligen Kenntnisse sehen.Die Frage war, ist er einsetzbar? Ja. Ist er belastbar? Wir wussten damals schon, dass er gesundheitlich angeschlagen ist. Als es dann 2009 zu einer Verurteilung kam, hat der Bischof ihn vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Nach dem Prozess konnte er nicht mehr arbeiten. Aus heutiger Sicht, wo klar ist, dass eine Therapie zwar möglich, 100-prozentige Sicherheit aber nicht zu gewährleisten ist, müsste man sagen: Ein Einsatz in einer Gemeinde ist von vornherein nicht möglich.
Im Untereichsfeld wurde Pfarrer Spicker vor allem für seine engagierte Jugendarbeit gelobt. Wenn man das heute hört, muss man dann nicht sagen: Hier hat die Kirche den Bock zum Gärtner gemacht?
Sie müssen das vor dem Hintergrund der vorangegangenen Pfarrer in der Seelsorgeeinheit Rhumspringe-Hilkerode-Rüdershausen sehen. Das waren Priester, kurz vor der Pensionierung, die aufgrund des Altersunterschiedes verständlicherweise nicht mehr den Zugang zu jungen Menschen haben konnten. Dann übernimmt ein etwas jüngerer Pfarrer das Amt, die Jugendarbeit kommt in Gang – und alle sind begeistert. Dabei ist zu sagen: Pfarrer Spicker hat sich an die Auflagen des Bistums gehalten, darauf hatte ich als Dechant ein Auge. Der Pfarrer hat übrigens auch erwachsene Männer für die Ministrantenarbeit gewinnen können.

Wie beurteilen Sie Ihre Rolle, sehen Sie heute Erklärungsbedarf gegenüber der betroffenen Seelsorgeeinheit?
Der jetzige Pfarrverwalter hat mit der Gemeinde gesprochen. Weihbischof Schwerdtfeger war vor kurzem dort, es hat Gesprächsrunden gegeben. Mich persönlich hat niemand auf den Fall angesprochen. Wenn man mich ansprechen würde, würde ich sagen, dass ich damals wie heute als Vorgesetzter den Persönlichkeitsschutz wahre. Ich erzähle über Menschen nicht alles, was ich über sie weiß. Ich habe auch nicht gelogen, als ich sagte, dass Pfarrer Spicker aus gesundheitlichen Gründen in den Vorruhestand ging. Er war fertig.

Haben Sie nicht das Bedürfnis, das Thema von sich aus anzusprechen?
Ich habe das Thema am fünften Fastensonntag in der Bußandacht in den Gemeinden der Seelsorgeeinheit Duderstadt ganz bewusst angesprochen und aufgegriffen. Ich habe es zur Grundlage der Gewissenserforschung gemacht. Ich habe gefragt: Was wird den Bischöfen vorgeworfen? – zu vertuschen und zu verharmlosen. Muss sich da nicht jeder selbst an diese Nase fassen?

Aber es ist doch ein Unterschied, ob ein einfacher Gläubiger schuldig wird, oder ein Priester, der mit einem ganz anderen Anspruch auftritt.
Das stimmt. Die Kirche muss aufklären. Wir ziehen jetzt im Bistum die Aufklärung über alle Fälle von sexuellem Missbrauch durch. Das tut weh, aber in der Bibel heißt es: Die Wahrheit wird euch frei machen.

Können Sie ausschließen, dass es im Untereichsfeld noch weitere Enthüllungen von sexuellem Missbrauch geben wird.
Was soll ich darauf sagen? Ausschließen kann man das nie.

Anders formuliert: Wissen Sie von weiteren Fällen oder von weiteren Tätern im Untereichsfeld?
Mir sind keine weiteren Fälle bekannt.


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  • Aktuelles Anwohner – 19.04.10
    Hiho,

    interessant, wo die Linksgrüne(INNEN) heute brutalst möglich aufklären, haben sie vor Jahren allzugerne weggeschaut.

    Heute im Fokus online.
    Die zwei Seiten der Antje Vollmer.

    Und solche Leute habe ich früher gewählt. Ich bin von mir selbst erschüttert.

    Einen schönen Tag noch
    Anwohner

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  • Blick Ludo – 15.04.10
    Klar hält sich der sog "Blick" da fein raus; ist ja auch das Zentralorgan des BM aus T. und macht im Zweifel nur politische Gegner schlecht. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Phui, Phui Atheist – 14.04.10
    Bringt es auf den Punkt: Alte Männer, gekleidet in mittelalterliche, lächerliche Gewänder murmeln "Geschichten aus tausend und einer Nacht", und die Anwesenden tun so, als ob sie es verstehen - nur nichts anmerken lassen. Auch dann nicht, wenn einem der "hohe Herren" die Hormone unter dem Kostüm durchgehen. Die Opfer, die Kinder spielen in fast allen Stellungnahmen keine Rolle. Wie scheinheilig sind doch die "Gläubigen"! Bemerkenswert, was der schwarze "Blick" i. d. S. schreibt: Nichts!!! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Kinderschänder Tina – 13.04.10
    Ob unter dem Deckmantel der Kirche oder in irgeneiner anderen Institution spielt doch keine Rolle. Menschen, die sich an Kindern vergehen und ihnen so den Rest ihres Lebens zerstören, haben in meinen Augen jegliches Recht auf eigenes Leben verwirkt. Therapie hin oder her, in den meisten Fällen sind es Wiederholungstäter. Dies könnte man ausschliessen, wenn endlich dem Verbrechen angemessene Strafen eingeführt würden. Was sind schon 3 Jahre evtl. sogar auf Bewährung gegen ein Leben in Psychotherapie. Sexualstraftäter gehören in diesem Land den Rest ihres Lebens weggesperrt.
    Was in meinen Augen noch das humanste ist, was mir ihnen passieren sollte!!!
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  • Back to topic... TP – 12.04.10
    Um mal nicht ganz das eigentliche Thema zu verlassen und sich über das Familienbild des 21. Jahrhunderts zu unterhalten:

    Herr Damm kann nicht hinter dem Vorhang des Persönlichkeitsrechtes den Mund halten. Übergriffe in Institutionen wie Polizei, Krankenhäusern, was weiß ich, werden auch von Vorgesetzten gemeldet und angezeigt. Wenn man - salopp gesagt - seine Hände bei kleinen Jungs und Mädchen nicht bei sich behalten kann, dann hat das - ob Persönlichkeitsrecht oder nicht - beobachtet und ggf. angezeigt zu werden.
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  • "Anwohner" Ex-Duderstädter – 12.04.10
    Stimme meinem Vorgänger voll und ganz zu.
    Leider sind Eltern, die ihre Kinder nicht gleich nach der Geburt in eine Krippe geben, hinterweltlerisch. Das Modell Familie zählt doch heute gar nicht mehr. Es wird doch jeden Tag von unseren Politikern propagiert. Wollen die damit ihr Gewissen beruhigen, da ihre Kinder ganz sicher von fremden Leuten (meistens jedenfalls) erzogen werden? Wenn sie nämlich ihre Arbeit in Berlin richtig machen wollen, haben sie keine Zeit, ihre Kinder selbst zu erziehen. Zumindest nicht ausschließlich. Die "normale" Familie hat nicht das Geld für Nannys, Internate etc. Was für ein Segen für viele Kinder!!
    Wir wurden zu Hause erzogen einschl. Kindergarten. Hat uns nicht geschadet. Ich danke heute noch meinen Eltern für ihre liebevolle Fürsorge. Ich konnte es meinen Kindern zurückgeben. Aber das Modell läuft leider langsam aus weil eine Frau, die sich für Kind und Haushalt entscheidet, in der Gesellschaft nicht ernst genommen wird.
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  • Christen bashing Anwohner – 12.04.10
    Guten Tag

    auch auf die Gefahr hin das ich den Missbrauch gegen Kinder und Jugendliche versachliche möchte ich mal auf folgenden Artikel hinweisen: „Spiegel“ und Co. gegen die katholische Bastion.
    Für diejeniegen die hier wirklich interessiert sind sollte eine Recherce mit google keine Hinderungsgrund sein.
    Fakten Fakten Fakten

    Komisch das man von den Ermittlungen um das sozialpädagogische Vorzeigeinternats im Odenwald hier nur wenig hört. immerhin sollen sich da mehrere Schüler nach der Schulzeit das Leben genommen haben.
    Was da passiert ist möchte ich meinem schlimmsten Feind nicht gönnen.
    Wer recherchieren und lesen kann ist klar im Vorteil

    >an Michaela B.

    Glauben Sie das Ihre Kindern in welcher Einrichtung auch immer sicher sind ?!
    Informieren Sie sich immer und überall über die Meinungen und Neigungen der Menschen mit denen Ihre Kinder Kontakt haben ?

    Richtig wäre es die Kinder so lange wie möglich in der Obhut der Eltern zu lassen aber das ist ja spätestens seit Kerner und Eva Herman Total Autobahn !

    Mit freundlichen Grüßen
    Anwohner

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  • Entlarvendes Interview Dammbruch – 12.04.10
    Propst Damm erscheint also "aufgeräumt" zum Interview. Auch eine Wohnung, in der man den Dreck unter den Teppich kehrt, erscheint aufgeräumt. Und so entlarvt sich Herr Damm dann selbst, wenn er die zahllosen sexuellen Übergriffe für die Kirche als "besonders ärgerlich" bezeichnet. Es ist ein Desaster, Herr Damm - in erster Linie für die Betroffenen, aber in zweiter Linie auch für die Institution, in der es passiert und gedeckt wird. Ärgerlich sind allenfalls die Erklärungen mittels Bibelsprüchen, die niemandem helfen und nur vernebeln sollen. Für Herrn Damm ist es auch "erstaunlich", wieviel Missbräuche es in der Vergangenheit in der Kirche gab. Mit erschütternd
    wäre es richtig umschrieben - erstaunlich ist lediglich die Ignoranz der eigenen Verantwortlichkeit. Stattdessen bedauert Herr Damm den Imageverlust der Kirche. Auf diese Weise ist das Interview doch sehr erhellend!
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  • Ohrfeigen Xerxes – 12.04.10
    Es geht nicht um die Ohrfeigen an sich, sondern um die Verabreichung in der Kirche und durch die hohe
    Geistlichlichkeit, die sogar noch in Straßennamen bis heute geehrt wrd!
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  • Richtig gestellt pepeshrek – 12.04.10
    Ich gebe meinem Vorredner recht...gebe nur zu bedenken, dass die Aufregung wohl hauptsächlich wegen des "sexuellen Mißbrauches" und nicht vorrangig wegen der oft und gern verabreichten "Tracht" herrscht.
    Sonst könnt wohl jedes Kind der 60er,70er usw kommen "Ich hab auch mal eine Ohrfeige bekommen...!"

    Dazu noch eine Gegengedanken:
    Nicht wegen der "68er" kommt es zu solchen Ausschweifungen, wie kürzlich ein Kirchenfürst proklamierte, nein, WEGEN der "68er" ist der gesellschaftliche Umgang damit so wie er ist: Die Dinge beim Namen nennen, Öffentlichkeit schaffen, Tabuzonen erhellen, Täter bestrafen, auch länderübergreifend, Kinderpornografie im Inett verhindern etc.
    Sexueller Mißbrauch war noch nie erlaubt, den 68ern ist es zu verdanken das er heute das Deckmäntelchen der Verschwiegenheit und Verborgenheit verloren hat !
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  • Nicht in Duderstadt? Xerxes – 12.04.10
    Auch in Duderstadt gab es in früheren Jahren Fälle, die man nicht gleich als Missbrauch einordnen würde, die aber im Rückblick doch bedenklich erscheinen! So kann ich mich rühmen, von einem früheren Probst in der Kirche 3 Ohrfeigen empfangen zu haben! Im damaligen Gymnasium war ein dort lehrender kath. Pastor dafür bekannt, Ohrfeigen mit gleicher Intensität links- wie rechtshändig austeilen zu können! In der kath. Volksschule war zur damaligen Zeit die Prügelstrafe fast normal! Erzählungen nach, soll es sogar Schläge mit dem Rohrstock zwischen die gespreizten Finger gegeben haben, für jedes Zurückzucken einen Schlag mehr! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Glaubwürdigkeit der Kirche Michaela B. – 12.04.10
    Sind sich die Eltern der Kinder überhaupt der Gefahr bewusst, in die sie ihre Kindern bringen, die sie in die Obhut dieser Institution geben? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Abscheulich TG – 12.04.10
    Manchmal wäre es wohl schlauer nichts zu sagen als fromme Bibelsprüche loszulassen.
    gefehlt hätte nur noch "wer ohne Schuld ist werfe den ersten Stein".
    Ich bin nicht sicher was abscheulicher ist - die Tat selbst, oder das beharrliche vertuschen, verleugnen und verschleiern um das "Image" zu bewahren, was es den Tätern ermöglicht immer wieder Täter zu werden!!! und was viel schlimmer ist immer wieder neue OPFER zu finden!
    Für mich sind die, die die Täter decken mindestens ebenso schuldig wie die Täter selbst.
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  • Verschwurbelt pepeshrek – 12.04.10
    Das typische Herumgedruckse eines Menschen der am liebsten nichts geändert haben möchte. Dauernde Hinweise auf andere Kreise in denen auch Mißbrauch stattfindet, dauernd ablehnende Haltung gegen Erklärungsversuche, Ablehnung gegen Änderungsvorschläge usw.
    Dazu IST die Kirche eine fast staatliche Institution im Staat.
    Deutlich wird das am neuen "Programm" der Kirche bei Mißbrauchsfällen.
    Da werden locker Opfer- und Täterrechte ausgehebelt, am Staate vorbei wird eine eigene "Ermittlung" durchgeführt bei der markante Rechte außer Kraft gesetzt werden und an deren Ende man ein möglicherweise belastendes Papier zu unterzeichnen hat.

    Vor allem Herr Damm hat nichts verstanden wenn er quasi sagt er würde heute alles wieder so machen um den "Persönlichkeitsschutz" des Mitarbeiters zu wahren.
    Wir hätten 5 neue Mißbrauchsfälle haben können (auch an "erwachsenen Männern in der Ministrantenarbeit" kann man Mißbrauch begehen)....Hauptsache Herr Damm hat den Persönlichkeitsschutz über alles gestellt !
    Auch seine Hinweise immer wieder "Andere" die sich ja selbst an die Nase können usw....regen auf !
    Noch hat die Kirche und vor allem der Schönfärber Herr Damm, gar nichts gelernt !
    Seine letzte Aussage ist Schall und Rauch...er würde eben auch jetzt nicht die Wahrheit sagen...um seine Mitarbeiter zu schützen !!

    Ich weiß warum Herr Damm ausweichend und entschuldigend reagiert...er WEIß um seine Schuld und schafft es nicht sich ihr zu stellen.
    Ob er selbst nicht daran glaubt...das "Wahrheit frei macht" ??
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  • Hunger sti. – 12.04.10
    Mir gefällt vor allem der Vergleich mit dem Kühlschrank: Immer hingehen, wenn man Hunger hat, oder sich auch mal enthalten können. Aber NIEMALS etwas essen, diese Möglichkeit lässt der Probst aus, wie sollte das auch funktionieren? Ich begrüße diese neue Lockerheit der katholischen Kirche im Umgang mit den menschlichen Bedürfnissen. Ein Fortschritt, oder? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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