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Gustav-Adolf-Kirche

„Ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit“

Kirchenfenster, die in rotem Licht erstrahlen? Ungewohnt, aber keinesfalls unschicklich, findet Jens-Arne Edelmann, Pastor der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Gieboldehausen.

Neogotischen Stil zur Geltung bringen: LED-Spots an Seitenfenstern und Außenstrahler sollen die Gustav-Adolf-Kirche erleuchten.

© OT
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Zusammen mit dem Kirchenvorstand plant er eine Illumination, also Beleuchtung, der in der Marktstraße gelegenen Gustav-Adolf-Kirche. Und dabei soll nicht nur die Farbe Rot zum Einsatz kommen. „Wir richten uns bei der Illuminierung nach den Farben des Kirchenjahrs“, erklärt er. Diese sind Weiß, Violett, Rot, Grün und Schwarz.

Geplant ist, dass außerhalb der Kirche vier Strahler aufgestellt werden, die in den verschiedenen Farben, mit Ausnahme der Schwarzen, auf die Kirche ausgerichtet werden. Zusätzlich werden die bunten Fenster mit kleinen LED-Leuchten besetzt. Im Innenraum strahlt unterhalb der Seitenfenster wiederum farbiges Licht nach oben. Bei einer Präsentation im Tageslicht ist schon zu erahnen, wie sehr das rote Licht den neogotischen Charakter des 1877 eingeweihten Gebäudes betont. „Aber am besten wirkt der Einsatz des Lichts natürlich in der Dunkelheit“, sagt Edelmann.

An besonderen kirchlichen Festtagen soll die Kirche dann im Licht erstrahlen, zudem könnte auch den Sakramenten, wie dem Abendmahl, mehr Bedeutung verliehen werden, erklärt Edelmann. Er hofft auch, dass den Teilnehmern des Gottesdienstes durch Licht und Farbe „ein Gefühl von Ruhe und Geborgenheit vermittelt wird“.

Die Idee für die Beleuchtung der Kirche stammt von Kirchenvorstandsmitglied Dennis Brockmann. Er hatte etwas ähnliches bei der Übertragung eines Fernsehgottesdienstes gesehen. „Zuerst brauchten wir das Einverständnis der Gemeinde und auch des Amts für Bau und Kunstpflege“, erzählt Ellen Schrelle, die für die Pressearbeit der Gemeinde zuständig ist und sich um die Genehmigungen kümmerte.

Anfang September wurde das Projekt „Illuminierte Kirche“ dann dem Kirchenvorstand, Superintendent Volkmar Keil und dem Bürgermeister der Gemeinde Gieboldehausen, Norbert Leineweber, vorgestellt. Sie waren laut Edelmann sehr angetan. „Leineweber betonte mehrmals, dass durch die Beleuchtung auch eine Aufwertung der Unterstadt stattfinde“, berichtet der Pastor. „Dank der LED-Lampen rechnen wir mit niedrigen Stromverbrauch und für die Außenbeleuchtung mit höchstens 100 Euro pro Jahr“, sagt er. Ihm ist es wichtig zu betonen, dass die Illumination umweltfreundlich sei und zudem einen „ruhigen Charakter“ haben soll. Ein blinkendes Farbenmeer à la Las Vegas ist in der Marktstraße also nicht zu erwarten.

Mit den Arbeiten soll ab dem 20. September begonnen werden, vieles dabei auch in Eigenleistung von den Mitgliedern der Gemeinde. Vollendet sein sollen sie im Herbst 2011. Dann ist eine feierliche Einweihung mit dem Kirchenchor und der Flötengruppe geplant. Der für die Kabel benötigte Kanal um die Kirche soll am Montag, 20. September, ausgehoben werden. Freiwillige, die eine Schaufel mitbringen, können helfen.

Von Corinna Berghahn


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  • te Kirche Gieboldehausen Nachdenker – 09.09.10
    Bürgemeister Leineweber spricht von "Unterstadt". Ich denke es müsste "Unterflecken" oder "Unterdorf" heißen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Rotlicht bunt is beautiful – 08.09.10
    An dieser Stelle wurde durch die Redaktion ein Kommentar gelöscht, da er nicht den Nutzungsbedingungen entsprach. Die Nutzungsbedingungen für Leserkommentare auf den Internetseiten des Tageblattes finden Sie hier: http://www.goettinger-tageblatt.de/Portal-Service/Nutzungsbedingungen. (pto) Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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