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Realitätsnahes Training angestrebt

Feuerwehrverband will Heißausbildungszentrum


Offene Brandschutztüren eingelaufen hat die Initiative für ein Heißausbildungszentrum im Landkreis Göttingen beim Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld: Ohne Gegenstimme haben sich die Delegierten des Verbandstages in Rollshausen für den Bau einer Wärmegewöhnungsanlage (WGA) ausgesprochen.

Hitze, schlechte Sicht, Stress, Belastung: Die Situation wollen die Eichsfelder Brandschützer in einer neuen Anlage üben.

© Blank

In der Containeranlage, die voraussichtlich 2011 im Feuerwehrzentrum Potzwenden errichtet werden soll, kann die Brandbekämpfung unter realen Bedingungen trainiert, Zusatzkosten für auswärtige Lehrgänge können eingespart werden. „Die realitätsnahe Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern nimmt eine immer wichtigere Stellung im Dienstalltag der Feuerwehren ein“, betont Tim Heyne, der Anlage und Ausbildungskonzept beim Verbandstag vorstellte. Der Feuerwehrarzt ist auch Mitarbeiter der in Bayern ansässigen Fachfirma Feurex, die Marktführer im Bereich der Heißausbildung ist, Trainingszentren in Deutschland und Österreich betreut und Lehrgänge durchführt.

Die Hälfte der bis zu 60 000 Euro Kosten für die WGA in Potzwenden würde Feurex übernehmen, die andere Hälfte – je nach Verbandsstärke – die regionalen Feuerwehrverbände. Der Göttinger Verband hat bereits zugestimmt, der Feuerwehrverband Duderstadt-Eichsfeld wäre mit 6000 bis 8000 Euro dabei.
Der Landkreis, der die Anlage auf seinem Grund und Boden betreiben würde, wolle zumindest beim Einwerben von Spenden helfen, begrüßt Landrat Reinhard Schermann (CDU) das Präventionsprojekt. Kreisbrandmeister Karl-Heinz Niesen spricht von einer Win-win-Situation. Und Gieboldehausens Gemeindebrandmeister Claus Bode betont: „Neben guter Ausstattung ist gute Ausbildung wichtig.“

Die Übungsanlage ermöglicht realistische Simulationen mit Hitze und Sichtbehinderung. Aufbauend auf dem gewöhnlichen Atemschutzlehrgang geht die geplante, mit Holz befeuerte Feststoff-Anlage samt Erweiterungsmöglichkeit für Rauchgasdurchzündungen über das Training in gasbefeuerten Anlagen hinaus. Heyne erinnert an den Brand im Göttinger Oeconomicum, bei dem im Juli 2006 ein Feuerwehrmann ums Leben kam. Als Ausbildungsziele nennt Heyne die Gewöhnung an Hitzebelastung, den Einsatz taktischer Grundtechniken auch unter Null-Sicht-Bedingungen, Notfall- und Hochstrahlrohrtraining sowie das Erkennen eigener Grenzen. In den Containern mit Fenstern, Balkonen und variabler Inneneinrichtung können auch Suchtechniken und der Umgang mit der Wärmebildkamera trainiert werden. Geräte und Kleidung würden durch die mit bis zu 230 Grad in Türklinkenhöhe gefahrene Anlage nicht geschädigt, versichert Heyne.

Zum Ausbildungsteam, das noch aufgestockt wird, gehören bereits die Eichsfelder Brandschützer Robert Fricke, Maik Feike und Dirk Lutter. Heyne forderte alle Wehrmitglieder beim Verbandstag dazu auf, sich mit eigenen Ideen für die WGA einzubringen.

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  • WGA Luschi – 17.06.10
    Diese Anlage ist eine wirkliche Errungenschaft. Wir haben früher den Backofen von unsern Bäcker im Dorf für die Brandversuche benutzt. Das war nicht ungefährlich und manches Mahl ist ein Kamerad mit Brandblasen auf den Ohren aus dem Ofen gekrochen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Feurex WGA Potzwenden Feuerwehrmann – 16.06.10
    Kann mich meinen Vorredner nur anschließen! „Endlich passiert was im Bereich Ausbildung“

    Ich dürfte selbst solch eine Anlage beim Jubiläum der BF Göttingen zusammen mit einigen Kameraden und einer Kameradin testen. An diesem Vormittag haben wir gemerkt wo ansatzweise unsere und die Grenzen unsere Einsatzkleidung liegen.

    Danke an die Verantwortlichen die zum Entstehen der WGA beigetragen haben dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung reale Ausbildung.

    Wir leben nicht mehr im Zeitalter der Eiche rustikal Möbel die sauber verbrannt sind! Die Energiesparbauweise und die heutzutage verbauten Materialen an der Gebäudesubstanz und im Bereich der Möbel verbrennen schneller, aggressiver und heißer! Nur mit Hilfe der gezielten Ausbildung kann man die Gefahr an Unfällen wie in der Göttinger Uni eingrenzen.

    Die Firma Feurex hat einen Werbespruch „Es dauert Jahre einen Feuerwehrmann / frau richtig auszubilden, es kann Sekunden dauern ihn zu verlieren!“

    Ich hoffe dass die Anlage in Potzwenden und angenommen wird und viele Teilnehmer sie durchlaufen!!!
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  • x x – 16.06.10
    Schön das der Verband endlich mehr hervorbringt als Florians-Express, Orientierungsfahrten, Sinnlos-Wettkämpfe und gegenseitiges mit-Lametter-behänge/auszeichne...!

    Weiter so!
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  • Heiße Sache Onkel Otto – 16.06.10
    Das ist ja supi ! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
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