Navigation:
eShop Online-ServiceCenter
Schlepperfreunde richten Treffen in Wulften aus

Getreideernte mit historischer Landtechnik

Von Heinz Hobrecht

Dreschvorführungen, Pflügen mit Vollblutpferden, Strohhüpfburg und vieles mehr wird am kommenden Wochenende in Wulften geboten. Der Verein Schlepperfreunde, in dem auch Mitglieder aus dem Eichsfeld aktiv sind, richtet zum zweiten Mal sein Schlepper- und Oldtimertreffen aus.

Ernte im „Alten Felde“: Mit einem Binder ist einer der Schlepperfreunde auf seinem historischen Traktor unterwegs.

© EF

Wulften. Schlepperfreunde aus ganz Norddeutschland werden in der Gemeinde erwartet. Am vergangenen Wochenende haben die Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins in der Gemarkung „Zum Alten Felde“ mit einem alten Mähbinder bereits Garben für die Dreschmaschinen gebunden. Nach einem arbeitsreichen Tag stand auch eine zünftige Vespermahlzeit auf dem Programm.

Sowohl am morgigen Sonnabend als auch am Sonntag gibt es in Wulften jeweils ab 10 Uhr den ganzen Tag über historische Ackergeräte und Landmaschinen zu bestaunen. Ausfahrten mit alten Treckern und Dreschvorführungen mit mehreren Dreschmaschinen sind vorgesehen, so denn das Wetter „mitspielt“, wie Sascha Mutio, der Pressewart der Schlepperfreunde, berichtet.

Der Festplatz ist gut ausgeschildert. Er befindet sich von Bilshausen her kommend nach der Ortseinfahrt Wulften auf der linken Seite. Dort, am Osterfeuerplatz, ist am Sonnabend eine Felddisco geplant. Im nahe gelegenen „Alten Felde“ können die Festbesucher dann die Ackergeräte im Einsatz bestaunen.
Auf die Initiative von fünf jungen Männern im Dorf ging im vergangenen Jahr die Idee zurück, einen Verein der Schlepperfreunde zu gründen. Einer von ihnen habe schon von seinem Vater den Virus geerbt, an alten Traktoren und Landmaschinen zu schrauben und darüber mit anderen zu klönen und die anderen vier dann angesteckt, heißt es aus Wulften. Nachdem im vergangenen Jahr zunächst ein Clubfest gefeiert wurde, hat das diesjährige Treffen „praktisch Dorffestcharakter“, wie Pressewart Mutio berichtet.

Mittlerweile gehören dem Verein 85 Schlepperfreunde aus der Region an. Neben Mitgliedern aus Wulften, Hattorf, Elbingerode, Wachenhausen, Marke, Dorste, Gillersheim und Hammenstedt sind auch einige Eichsfelder aus Bilshausen, Lindau und Krebeck dabei. Auch mit den Mitgliedern des Lanz-Bulldog-Clubs stehen die Schlepperfreunde in guter Verbindung.

Nähere Informationen über die Schlepperfreunde gibt es im Internet unter www.schlepperfreunde-wulften.de

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
  • Es gab nur Bio alter Bauer – 27.08.10
    ich bin für diese Zeit nicht mehr geschaffen. Landwirtschaft zu früheren Zeiten bot hunderttausenden von Menschen Lohn und Brot, Unterkunft und eine bäuerliche Sozialgemeinschaft.
    Wehleidig denke ich an die Zeiten, als nach dem Garbenbinden die Großmutter mit dem Esskorb aufs Feld kam, als nach dem Erbsenpflücken man gemeinsam auf dem Feld zusammensass oder als wir Kinder mit den Pferden oder dem Trecker die Kühe vom Feld in den Stall holten, um sie zu melken.
    Wir haben die gepressten Strohballen auf den Wagen stapeln müssen, mit der Hand die Rüben gestochen, ein Sack Kartoffeln kostete früher , ich glaub es waren 25 KG , 5 DM.
    Die gute alte Zeit, ja sie war arbeitsreich, das Wort Urlaub kannte man damals nicht, aber alle Produkte waren nahezu bio.
    Es existierte eine Gemeinschaft.
    Mit Wehmut erinnere ich mich an meinen Großvater, wie er mit dem Brenner den Lanz anglühte und mit dem Drehrad den Motor anwarf, doch,
    die Zeit auf dem Bauernhof war sicher entbehrungsreich, aber lebenswert.
    Es ist uns heut verlorengegangen, der heutige Landwirt sitzt vor Formularen und am PC. Demnächst gibt es sicher fernlenkbare Erntemaschinen, Fleischkolosse mit der Bezeichnung Kuh, die automatisch
    gemolken werden oder man züchtet gleich Euter ohne Kühe.
    Die Entwicklung einer bäuerlichen Kultur ist vorbei. Landwirt war früher ein angesehener Beruf.
    Es ist verlorengegangen, weil wir Menschen den Wert der bäuerlichen sozialen Kulturgemeinschaft und den Wert der Landwirtschaft nicht erkennen.
    Von und mit den Arbeitsgeräten, den Treckern z.B. gibt es heute Ausstellungen und man macht Veranstaltungen, man schätzt sie, die Garbenmaschinen, die Kartoffelroder, den Pferdeflug,
    dass man das auch später mal machen wird mit den heutigen modernen Geräten wird sicher auszuschließen sein. Die neuen landwirtschaftlichen Kolosse haben keine Kultur, sie funktionieren sind aber potthässlich.
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie angemeldet sein!

Anzeige
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Röttgen nach seiner Wahlniederlage in NRW entlassen. Wie finden Sie das?
Anzeige

Branchenführer - Handwerk Regional

Sie suchen qualifizierte Handwerker aus Südniedersachsen? Dann testen Sie unseren neuen regionalen Handwerkerführer: Hier finden Sie schnell und einfach den passenden Handwerksbetrieb für Ihr Vorhaben!

Lokales Videos

Das Unternehmen im Überblick

Die Göttinger Tageblatt Mediengruppe ist das führende Medienhaus in Südniedersachsen – ein moderner Dienstleister für Kommunikation, Nachrichten, Werbung und Druck.

E-Shop

Ganz vorne mit dabei

Egal ob regionale Veranstaltung oder internationaler Top-Show-Act. In unserem Tageblatt-Ticketshop können Sie bequem am Bildschirm die gewünschten Eintrittskarten kaufen.

Tipps rund um die Uhr

Haben Sie Lust auf Nachtleben oder Oper? Darf eine Lesung sein oder eine Ausstellung? Hier finden Sie alle Termine.

Prämien-Shop

Werben Sie einen neuen Abonnenten, und wählen Sie Ihre Wunsch-Prämie aus über 2.500 Top-Prämien.



Top