Dem Ratsbeschluss soll die Ausschreibung der Schulleiterstelle folgen. Zugleich soll ein neuer Antrag auf ein Ganztagsangebot für die Verbundschule gestellt werden. Seulingen ist bereits Ganztagsschule, der laufende Antrag für Seeburg wird mit Auflösung der Schule hinfällig, und rechtlich darf keiner der beiden Standorte schlechter gestellt werden.
Die Verbundschullösung haben bei einer Abfrage des Seulinger Schulelternrates 82 Familien begrüßt. In Seeburg und Bernshausen sprachen sich 56 Eltern dafür und 20 Eltern – überwiegend von künftig betroffenen Kindergartenkindern – dagegen aus.
Die Schulfusion soll gewährleisten, dass beide Schulstandorte unter dem Dach einer gemeinsamen Leitung und Verwaltung erhalten bleiben können. Wegen rückläufiger Schülerzahlen hätten ansonsten 2013 bis 2015 in Seulingen und 2014 in Seeburg jahrgangsübergreifende Kombinationsklassen gebildet werden müssen. Durch die Verbundschule sind Gemeinschaftsklassen möglich, die von Kindern aus beiden Orten besucht werden. Das wird angesichts der erwarteten Einschulungen voraussichtlich 2013 und 2014 der Fall sein. In welchem der beiden Orte diese Jahrgänge jeweils eingeschult und weiter beschult werden, ist noch zu klären – ebenso der Name der Schule.
Hauptstelle der neuen Schulform soll schon wegen der räumlichen Situation und der Sporthalle Seulingen werden, Seeburg Nebenstelle. Dabei handele es sich um eine rein formale Entscheidung, die in der Praxis keine Rolle spiele, betont Wucherpfennig. Schon seit Jahren habe man über eine Verbundschule gesprochen, sagt Wucherpfennig. Eine einvernehmliche Lösung sei aber nicht möglich gewesen, da einige Entscheidungsträger dagegen gewesen seien und es zudem nach einer Unterschriftenaktion des Seulinger Elternrates atmosphärische Irritationen zwischen Seeburg und Seulingen gegeben habe. Durch den überraschenden Wechsel des Seulinger Schulleiters, der auch die Seeburger Schule kommissarisch geleitet hat, habe sich dann eine Situation ergeben, die die kurzfristige Zusammenführung der Schulen möglich mache.
Der Schulleiterwechsel sei ein normaler Vorgang gewesen, betont Karl-Heinz Meyna für die Landesschulbehörde. Der Schulbetrieb in Seeburg und Seulingen sei durch die derzeitige kommissarische Leitung ohne Abstriche gewährleistet.
Keine Probleme mit der Schulleiterstelle für die Verbundschule und ihre Besoldung sieht Wucherpfennig, da es langfristig mehr als 80 Schüler gebe. Bei örtlich unterschiedlichen Schülerzahlen in einem Jahrgang ohne Verbundklasse plädiert er dafür, dass die Schüler in ihrem jeweiligen Heimatort bleiben können, falls das Ungleichgewicht nicht zu groß sei. Ansonsten obliege die Aufteilung der Schüler und die Zusammensetzung der Klassen der Schulleitung und Gesamtkonferenz.
ku
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