In Heiligenstadt war der erste lange Freitag verbunden mit einem Straßenfest. Unterhaltungsangebote für Jung und Alt, beispielsweise eine Schmink-Aktion und Kutschfahrten für die Kinder sowie ein Lese-Café und Weinverkostung für Ältere.
Auf den Gedanken, den langen Donnerstag gegen einen langen Freitag zu wechseln, sei man durch das Beispiel anderer Städte gekommen, berichtet der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Heiligenstadt, Bernd Imke. Dort sei man mit dem Ergebnis der verlängerten Öffnungszeiten zufrieden gewesen. Nun wolle man in Heiligenstadt eigene Erfahrungen sammeln, so Imke. Der erste lange Freitag werde als Testlauf betrachtet.
Werner: Nur Verlagerung
Für Duderstadt sehe er kaum einen Sinn, den ohnehin nicht gut angenommenen langen Donnerstag gegen einen langen Freitag zu wechseln, meinte Hubertus Werner, Vorsitzender des Treffpunkt-Stadtmarketing Duderstadt (TSD), auf Tageblatt-Anfrage. Werner ist überzeugt, dass es lediglich zu einer Verlagerung kommen würde: „Was am Freitagabend eingekauft wird, fehlt dann am Sonnabend“, so der TSD-Vorsitzende aus Sicht der Einzelhändler.
Für die Kunden sei es wichtiger, in einer Stadt für möglichst einheitliche, verlässliche Öffnungszeiten zu sorgen, fügt er hinzu. In Duderstadt sei die Händlerschaft da gar nicht so schlecht aufgestellt: Etwa 80 Prozent aller Geschäftsinhaber hielten sich an vereinbarte Zeiten.
sr
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