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Ins Berufleben geschnuppert

Im Praktikum Alltag der Bundespolizei erlebt


Erste Einblicke ins Berufsleben haben jetzt Eichsfelder Schüler gewagt: die ersten Betriebspraktika standen auf dem Stundenplan.

Praktikum bei der Bundespolizei: Polizeimeister Felix Eberwein demonstriert das Anlegen der Körperschutzausstattung.

© Blank

So besuchten 65 Neuntklässler der Realschule Gieboldehausen 33 Betriebe der Region von Göttingen über Duderstadt bis Bad Lauterberg. Vorbereitet hatten sich die Jugendlichen im Unterrichtsfach Arbeit/Wirtschaft, unter anderem mit Kurz-Visiten in Betrieben. Einige der gesammelten Eindrücke hatten sie als Powerpoint-Präsentationen beim Elternabend im Februar bereits wiedergegeben. Auch die Berufsfindungsbörse der Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt und die „Göbit“ in Göttingen standen auf dem Besuchsplan.

14 der Realschüler entschieden sich für das Duderstädter Unternehmen Otto Bock als Praktikumsplatz, 13 entdeckten den Arbeitalltag bei der Duderstädter Bundespolizeiabteilung, zwei waren für zwei Wochen Gast bei der Landespolizei.

Dass sich die Arbeit der Bundespolizisten nicht nur auf das Areal am Duderstädter Euzenberg beschränkt, erfuhren die Schüler bei zwei Exkursionen innerhalb des Praktikums zum Göttinger Bahnhof und zum Flughafen Hannover. Und so waren es auch die Exkursionen, die Praktikantin Annabell Heine am meisten Spannung boten. „Ich habe gedacht, dass der Bundespolizeialltag noch gefährlicher und härter ist“, so das Gesamturteil der Gieboldehäuserin. Nach Interesse an der Bundespolizei in Bezug auf die eigene berufliche Zukunft gefragt, konnte sich der Großteil der Praktikanten durchaus eine Ausbildung dort vorstellen.

Auch Mario Nolte aus Rhumspringe teilt diese Einschätzung. Er freut sich, in den beiden Wochen des Praktikums wertvolle Erfahrungen gemacht zu haben.

„Etwas zu extrem“ findet allerdings Carina Brill die Berufsaussichten bei der Bundespolizei. Sie kann sich diesen Beruf für sich selbst nicht vorstellen, schätzt aber ebenfalls die Erfahrungen durch das Praktikum sehr. Der praktische Teil des Praktikums Am Euzenberg hat David Richter besonders gut gefallen, auf die Theorie hätte er auch verzichtet. „Es geht aber nun mal nicht ohne“, weiß der Realschüler.

Das bestätigt auch Polizeioberkommissar Karl-Bernd Wüstefeld. Die Bundespolizei könne die Praktikanten zwar informieren und ihnen erste Arbeitseinblicke bieten, sie aber nicht in die auch gefährliche Einsatzarbeit einbinden. Dieser Aspekt könne nur theoretisch behandelt werden. Betreut wurden die Praktikanten von Polizeimeister Felix Eberwein in der Hundertschaft von Polizeihauptkommissar Carsten Lange.

Ergänzt wurde das Betriebspraktikum durch eine weitere Woche in den Berufsbildenden Schulen Duderstadt. Dort wurden den Neuntklässlern das komplette Fortbildungsangebot sowie die Werkstatt-Projekte vorgestellt.

Von Matthias Monecke

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