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Erfolg bei Bejagung mit Fallen

Jäger fangen freche Waschbären mit Pralinen

Sie sind possierlich anzuschauen, tragen einen kuscheligen Pelz und sind als ursprünglich nordamerikanische Einwanderer in Deutschland ein ausgesprochenes Erfolgsmodell: Die Waschbärenpopulation nimmt seit einigen Jahren auch im Untereichsfeld mit einer Rasanz zu, die Naturschützern und Jägern gleichermaßen Sorgen bereiten.

Gefährdet das ökologische Gleichgewicht im Untereichsfeld: der aus Nordamerika importierte Waschbär.

© Heller
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„Das ökologische Gleichgewicht“, so stellt der Kreisjägermeister des Landkreises Göttingen, Ernst-Friedrich Wille fest, „ist durch den Waschbär bereits massiv gestört – obwohl wir ihn intensiv bejagen“.
Als Allesfresser macht der nachtaktive Waschbär besonders gern Jagd auf geschützte Amphibien wie Unken und Frösche, aber auch Gelege von Vögeln raubt der geschickte Kletterer immer wieder aus. Nahrung findet sich für ihn auch in vielen Siedlungen, und so leben jetzt schon unzählige der kleinen Raubtiere in Dörfern und Städten der Region. Dort machen sie sich nicht nur über Mülltonnen her: Sogar komplette Isolierungsbeschichtungen auf Dachböden oder an Hauswänden würden angefressen, berichtet Norbert Schulz als Leiter der unteren Jagdbehörde von erheblichen Schäden an Wohnhäusern.
Die rapide Zunahme der Tiere dokumentiert sich auch an der Jagdstrecke: Erlegten die Jäger im Bereich des Altkreises Duderstadt im Jagdjahr 1999/2000 gerade mal einen einzigen Waschbären, so waren es zehn Jahre später bereits 130. Entsprechend sehen auch die Zahlen im Großkreis Göttingen aus.
Um die Population der Allesfresser wenigstens einigermaßen in den Griff zu bekommen, hat sich auch die Jägerschaft Duderstadt entschlossen, die nachtaktiven und gewitzten Kleinbären intensiv zu bejagen. „Das ist allerdings nicht leicht“, weiß Ulrich Cieslak von der Jägerschaft Duderstadt. Die besten Ergebnisse bringe immer noch das Fangen in Lebendfallen. Als Köder haben sich bislang Leckereien wie Schokolade oder Pralinen bestens bewährt.

Von Sebastian Rübbert


  • Wiesel x1990x – 29.07.10
    @ Wiesel:

    Wenn diese ominösen Studien existieren sollten dann bitte Fakten in Form von Links, ich halte diese Aussage jedoch eher für haltloses Stammtischgerede!
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  • @Schnitzelesser pepeshrek – 29.07.10
    An Ihnen kann man mal sehen wie pervertiert bereits das Denken einiger Menschen ist:

    Der Mensch hat den Waschbären "eingeführt", deshalb muss er auch für die Beseitigung des Problems sorgen....

    1. Dachte ich immer "die Schöpfung" (meinetwegen ein Gott) hat den Waschbären "eingeführt".
    2. typisch Jägerdenke: Erst das Problem aus Unwissenheit oder Dummheit schaffen, dann bekämpfen und behaupten es diene dem Erhalt der Natur.

    Schauen sie sich jede beliebige Naturdoku an. Es wird klar, das die Natur alles selbst regelt und "heilt", sobald der Mensch auf den Plan tritt gibt es Chaos (Beschneidung der Lebensräume durch Strassenbau, Versiegelung von Flächen, Umweltverschmutzung und -zerstörung).

    Aber auch zur Beruhigung: Ich denke nicht das jeder Jäger schiessgeil ist, ich glaube daran das der Jäger der Natur helfen will.
    Aber er muss doch wissen, dass er Teil des Problems ist !!
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  • Waschbär Wiesel – 28.07.10
    Schon längst haben Studien von renommierten Wildbiologen ergeben, dass eine starke Bejagung dazu beiträgt, dass die Waschbärpopulation ansteigt.

    Doch Jäger wollen eben nichts dazulernen, so wird geschossen. Das einzige was Jäger wollen.

    Dieser Schuss wird jedoch nach hinten losgehen, man kann sich die Natur nicht zurechtschiessen wie es den Jägern gerade so passt.

    Seit Jahren werden Tiere intensiv bejagt, hat es etwas gebracht? NEIN - denn Jagd ist kontraproduktiv und führt genau zum Gegenteil von dem, was uns die Jäger immer weismachen wollen.

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  • @ pepeshrek Schnitzelesser – 28.07.10
    Wenn man zu 100 % fachunkundig ist, könnte man sich durchaus eine derartige Meinung bilden. Fakt ist, dass der Waschbär erst durch den Menschen in das hiesige Ökosystem eingeführt wurde. Somit liegt es auch am Menschen, das durch den Waschbären herbeigeführte Ungleichgewicht wieder herzustellen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Waschbär Delle – 28.07.10
    Ich hätte gerne einen Waschbär, der könnte dann mal mein Auto waschen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • nullo probleme Alf – 28.07.10
    Jochen, Sportsfreund! Dumme Frage: Das machen wir wie mit den Katzen! Ab in die Mikrowelle und fein würzen! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Waschbären Jochen M. – 28.07.10
    Frage:
    1. Was macht man mit den gefangenen Waschbären?
    2. Ist das Fleisch genießbar?
    Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • kann man auch so sehen pepeshrek – 28.07.10
    "Das ökologische Gleichgewicht" ist nur deshalb gestört, weil der MENSCH sich anmaßt, die Natur so zu regulieren und zu beschneiden, das für Tierarten kein Raum mehr bleibt.

    Die kläglichen Reste der "Natur" werden dann von Jägern und Hegern "gepflegt", sodass man von "Natur" eigentlich gar nicht mehr sprechen kann. Vor allem dann nicht, wenn Jäger die Zahl von Tieren versuchen zu regulieren.

    So pervertiert der Gedanke an eine gar "unberührte" Natur.

    Die Natur, die Flora und Fauna (Pflanzen- und Tierwelt), befindet sich in einem einzigartigen Gleichgewicht.
    Störend wirkt sich nur die sog. "Krone der Schöpfung", der Mensch, aus.
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