Vor Wunsch-Stadtplan ihrer Heimatstadt: Melanie Poerschke, Kevin Wendland, Tobias Krause und Alex Burstyn (von links).
Nicht jeder, der am Masterplan mitstrickt, hat einen Plan oder gar Patentrezepte. Wünsche und Zielvorstellungen werden zumeist vom jeweiligen Interesse und Lebensabschnitt gelenkt. So auch in der Jugendwerkstatt der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB) auf dem Euzenberg. Die wurde von den Projektleiterinnen Elvira Kalusa und Julia Adler mit Hilfe von HAWK-Studentin Rowena Dalkner kurzerhand in eine Zukunftswerkstatt umgewandelt. In drei Phasen entwickelten dort zehn Jugendliche ihren (Stadt-)Plan für eine lebenswerte Kleinstadt.
Schlechte Busverbindungen, kein Anlaufpunkt für ältere Jugendliche, zu wenig altersgerechte Einkaufsmöglichkeiten, fehlende Ausbildungs- und Arbeitsplätze. An die Mängelliste der acht männlichen und zwei weiblichen Jugendlichen haben sich eine von Konsum- und Freizeitangeboten dominierte Wunschliste und fiktive Thronreden angeschlossen. Dort werden Wünsche geäußert, für die der Zug schon längst abgefahren ist – beispielsweise ein Bahnhof. Andere sind durchaus realisierbar. Wenn Kevin Wendland (17) König in Duderstadt wäre, würde er Skater-Parks, Fußballplätze und Freizeithallen bauen, damit die Jüngeren „nicht auf die schiefe Bahn geraten“. Die Fußgängerzone würde er für Autos öffnen, mehr Parkplätze und Kleidungsgeschäfte für Männer schaffen. Seine Mitstreiter werfen „New Yorker“ als Name eines Mode-Filialisten ein, bekritteln, dass es kein 3-D-Kino und keine Shopping-Mall in Duderstadt gibt.
Auch der Wunsch nach Freiräumen ist vorhanden. Obenan steht ein Zentrum für ältere Jugendliche und junge Leute, die dort selbst Events organisieren könnten. Wie bei der Skater-Anlage sollte der Standort etwas abgelegener sein, um Lärmbeschwerden zu vermeiden. Ein selbst gebastelter Stadtplan spiegelt die Wünsche wider: Eine Leuchtturm-Papp-rakete als Jugendzentrum, ein See, Pappschachteln, auf denen Beach-Club oder Konzertbühne („damit auch mal bekannte Bands nach Duderstadt kommen“) steht. Die realistischeren Wünsche sollen auf Umsetzungsmöglichkeiten geprüft werden.
„Wir wollen mit den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt weiter arbeiten und auch die Medienwerkstatt der GAB dabei einbeziehen“, sagt Adler. Ihr war es wichtig, in den Masterplan-Prozess auch Jugendliche einzubeziehen, die „das Gefühl haben, sonst selten zu Wort zu kommen und kein Gehör zu finden“.
Mehr Informationen zum Masterplan unter www.duderstadt2020.de
Kommentare
Bahnhof Hummel7 – 10.09.10
Ein Bahnhof in Duderstadt davon können die Duderstädter nur träumen man muss ja erst nach Göttingen oder Herzberg Worbis Leinefelde fahren um mit den Zug wegzukommen und genau das selbe ist mit den Umgehungsstraßen für DUDHätte schon vor zwanzig Jahren bei der Grenzöffnung passieren müssen leider kriegen
Unsre tollen Stadtväter das nicht auf die Reihe zwanzig Jahre planen planen planen
Was hat den DUD zu bieten rein gar nichts LNS und Fachwerkhäuser sonst nichts
DUD ist und bleibt ein totes Dorf
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