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Debatte um Abriss oder Neubau

Kindergarten Nesselröden: Diskussion dauert seit Monaten an


Für politische und öffentliche Diskussionen sorgt die geplante Einrichtung einer Krippe am Kindergarten Nesselröden. Umstritten ist, ob der Kindergarten – ein Fachwerkgebäude in der Georgstraße – dafür wegen Baufälligkeit einem Neubau weichen muss, oder saniert und ausgebaut werden kann.

Nesselröden. Am Donnerstag, 2. September, wird sich der Rat der Stadt mit dem Thema befassen. Das ist eine weitere Station in einem bereits Monate andauernden Entscheidungsprozess.
An dessen Anfang stand im April eine für Nesselröden gute Nachricht. Im Ortsrat wurde verkündet, Gelder, die ursprünglich für die Einrichtung einer zweiten Krippengruppe in Duderstadt (im Haus St. Georg) vorgesehen waren, würden umgewidmet und unter anderem für eine Krippengruppen in Nesselröden zur Verfügung stehen. Dazu sollte das Kindergartengebäude saniert werden.

Nach einer Inspektion des Hauses durch die städtische Bauverwaltung im Mai hieß es dann: Der Altbau sei marode. Es käme nur der Abriss und ein Neubau in Frage. Der städtische Bauausschuss fällte einen entsprechenden Beschluss. Im Juni fanden dann Gespräche der Stadtverwaltung mit kirchlichen und staatlichen Denkmalschützern statt. Ergebnis: Sie sprachen sich unisono für Erhaltung und Sanierung des ortsbildprägenden Fachwerkhauses aus.

Im Juli tagte der Nesselröder Kirchenvorstand. Die Kirchengemeinde ist Träger des Kindergartens und Besitzer des Hauses Georgstraße 2. Der Vorstand votierte einmütig für die Sanierung des Gebäudes sowie die Schaffung eines Anbaus für die Krippengruppe. Ebenfalls im Juli trat auch der Ortsrat zusammen und beschloss erneut – bei einer Enthaltung durch Matthias Schenke (SPD) – das Kindergartengebäude abzureißen und durch einen modernen Flachbau zu ersetzen. Sei das nicht möglich, solle ein neuer Standort für den Kindergarten gefunden werden. Im August meldete sich der Ratsherr der Grünen, Hans Georg Schwedhelm, zu Wort. Er plädierte für eine Sanierung des denkmalgeschützten Fachwerkhauses.

Ebenfalls im August setzte sich die SPD-Ratsfraktion dafür ein, dass der Kindergarten in Nesselröden einen Anbau erhält, in dem die Krippengruppe untergebracht wird. Tendenziell, so die Fraktion, sei ein Neubau vorzuziehen, finanziell sei aber der Sanierung der Vorzug zu geben. Im August tagte auch der städtische Bauausschuss. Eine Entscheidung zum Nesselröder Kindergarten fiel nicht. SPD-Fraktionschef Thomas Gerlach präzisierte bei dieser Gelegenheit die Haltung der SPD: Es komme nur eine Sanierung des Gebäudes in Frage.
Nun ist der Rat der Stadt am Zug. Das Thema unterliegt einem gewissen Zeitdruck: Nur noch bis Ende des Jahres ist eine Förderung von Baumaßnahmen mit Geldern aus den Konjunkturprogrammen des Bundes möglich.

Die Ratssitzung beginnt am Donnerstag, 17 Uhr, im Stadthaus, Worbiser Straße 9.

sr

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  • Sanierung M – 05.09.10
    Es wird saniert und eine Krippe angebaut! Warum nicht gleich so! Diesen Beschluss hatte der Stadtrat bereits im März getroffen, ehe die CDU Nesselröden den Neubau ins Spiel brachte. Damit ist ein Kindergartenjahr verloren! Aber Ende gut alles gut, ich bin sicher, das es ein schönes Haus wird an dem sich Alle freuen können! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Kommentar zu M. Steuerzahler – 31.08.10
    Wenn die von M. genannten Zahlen stimmen, darf man gespannt sein, woher die nur durch jährliche Bedarfszuweisungen des Landes am Leben erhaltene Stadt Duderstadt das Geld für einen Neubau nehmen will. Wie leichtfertig gehen Politiker mit dem Geld der Bürger um? Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Kindergarten Ich – 31.08.10
    Da kommt es einem echt hoch.
    Wem gehört denn nun das Gebäude? Der wird doch auch die Sanierung bezahlen. Wenn Die Stadt dann "Träger" ist, dann wird das mit ne Mieter vergolten oder nicht!

    Wo anders wird alles verkloppt und lieber als Mieter in ein neues Gebäude gezogen (Zulassungsstelle) und hier wieder so ein Misch Masch.

    Kann mich dran erinnnern, das man Kindergärten geschlossen hat und die Auslastung beim Rest auch nicht so prall sein soll. Also wäre es ja vielleicht Denkbar das diese Kapazitäten mal abgeglichen werden sollten. Oder passt das Hr.Nolte nicht?!
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  • Kostenplan M. – 31.08.10
    Derzeit ist mit folgenden Kosten zu rechnen: Sanierung und Anbau: 1 Mio, davon Konjunkturpaket: 243.000, Kindergartenprogramm Land: 217.000, Landkreis 30.000, Land (Denkmal) 150.000 Kirche: 190.000 Stadt Duderstadt: 170.000
    Neubau: bis ca 1,8 Mio, Finanzierung: wie oben, Landkreis: 180.000, ohne Land Denkmal, ohne Kirche, Stadt Duderstadt: ca 1. Mio.€.
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