Tiftlingerode . In der jüngsten Sitzung des Ortsrates berichtete Goebel über das Antwortschreiben des Leiters der Landesbehörde, Günter Hartkens. Der weist zum einen auf eine spezielle Informationsveranstaltung im Ortsrat Tiftlingerode im Februar 2010 hin. Zum anderen macht er klar, dass es noch vor Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Umgehungsstraße in diesem Monat ein Gespräch über den Stand der Planungen geben soll. Schließlich beantwortet Hartkens in seinem Schreiben einige Detailfragen.
Dabei steht für die Tiftlingeröder der geplante Tunnelbau im Mittelpunkt. Zum einen stellen sie die Frage, ob die Straße in Anbetracht der hohen Tunnelbaukosten (rund zwölf Millionen Euro) Aussicht auf Realisierung habe. Zum anderen befürchtet der Ortsrat eine erhebliche landschaftliche und verkehrliche Belastung Tiftlingerodes durch den Abraum des Tunnelbauwerks (es soll sich um 656 000 Kubikmeter handeln). Schließlich könnte der Tunnelbau und die damit verbundenen Belästigungen für den Tourismus im Kolping-Ferienparadies Pferdeberg das Ende bedeuten. „Der Ortsrat Tiftlingerode“, fasst Ortsbürgermeister Goebel zusammen, „will den Bau der Umgehungsstraße nicht verhindern, aber es bleiben derzeit noch viel zu viele Fragen offen. Und das akzeptieren wir nicht“.
Die geplante Ortsumgehung ist Teil der B-247-Verlegung im Bereich Duderstadt. Das Gesamtprojekt ist in drei Planungseinheiten unterteilt: Für Einheit eins (Ortsumgehung Obernfeld und Mingerode) haben die Planungen noch nicht begonnen. Bei Einheit zwei (Ortsumgehung Westerode) beginnt der Bau in diesem Jahr. Für Einheit drei (Ortsumgehung Gerblingerode) haben die Planungen im Sommer 2007 begonnen. Ein Vorentwurf wurde im Juli 2011 vom Bundesverkehrsministerium genehmigt.
Von Sebastian Rübbert
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