So arbeitet das Team der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), das den Masterplanprozess vorantreibt, an der Weiterentwicklung der Außendarstellung Duderstadts. „Im Idealfall verknüpft ein professionelles Stadtmarketing die Bausteine Citymanagement, Wirtschaftsförderung und auch Tourismusmarketing“, erklärt der Leiter des HAWK-Teams, der Göttinger Professor Ulrich Harteisen.
Zudem ist die Belebung der Innenstadt weiter ein Topthema für den Masterplan. Momentan werde die Stadtverwaltung bei der Antragstellung für die Quartiersinitiative Niedersachsen (Qin) unterstützt, sagt Harteisen dazu. Bei dem landesweiten Modellprojekt geht es darum, der Verödung der Ortskerne entgegen zu wirken.
Als dritten Arbeitsschwerpunkt nennt Harteisen die Einbeziehung der Jugend in den Masterplanprozess. Er verweist auf die guten Erfahrungen der Jugendzukunftswerkstatt. Im Rahmen des so genannten Duderstädter Zukunftstages im Juni hatten Schüler ihre Vision von der Stadt der Zukunft entworfen.
„Es geht weiter“, diese Botschaft möchte Harteisen mit der Benennung der aktuellen Arbeitsschwerpunkte vermitteln. Die Vorbereitung des Zukunftstages habe alle Beteiligten viel Kraft gekostet, aber auch viele Erkenntnisse gebracht, erklärt er. Diese Erkenntnisse seien in den vergangenen Monaten ausgewertet worden. „In Gesprächen mit unserem Auftraggeber entwickeln wir aktuell den Rahmen für die folgende Arbeitsphase“, so Harteisen mit Blick auf die nächsten Wochen und auf den Initiator des Masterplans, Hans Georg Näder. Der Otto-Bock-Chef hatte während des Zukunftstages erklärt, er werde das Projekt für weitere zwei Jahre und somit bis 2013 finanzieren. „Nun gilt es, die Arbeitsplanung diesen neuen tollen Perspektiven anzupassen“, sagt Harteisen.
Nachdem es in der ersten Projektphase darum gegangen sei, mit den Menschen in der Stadt ins Gespräch zu kommen und das Bewusstsein für Probleme der Stadtentwicklung zu schärfen, stünden jetzt konkrete Projekte im Vordergrund, betont er. „Auch hierbei wird die Beteiligung der Bürger und der verantwortlichen Akteure das Prinzip des Prozesses sein“, macht Harteisen deutlich.