Das heißt: Das Team der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) um den Göttinger Professor Ulrich Harteisen, das den Masterplanprozess koordiniert, wird von Näder weitere zwei Jahre finanziert. Die Gruppe von Wissenschaftlern wird auch die Umsetzung der Einzelprojekte begleiten können, die derzeit als konkrete Vorschläge für die Stadtentwicklung erarbeitet werden. Das sichere die Nachhaltigkeit des Prozesses, so Näder.
Drei Gründe führte Näder für sein Engagement bei der Stadtentwicklung an: Erstens „weil ich hier meine Heimat habe.“ Zweitens trage er Verantwortung für 1500 Mitarbeiter in Duderstadt. Es sei eine Herausforderung, sie am Standort zu halten. Drittens habe er, wie jeder Hausbesitzer, ein Interesse am Werterhalt seines Eigentums an Grund und Boden in der Stadt.
Im weiteren Vortrag Näders wurde deutlich, dass die heimatliche Verbundenheit sein Antrieb, die Entwicklung des Unternehmens am Standort die Motivation und der wirtschaftliche Erfolg die finanzielle Basis seines Engagements sind. Auch die Duderstädter müssen entsprechend ihrer Möglichkeiten mithelfen, macht er in einer Pressekonferenz zur Halbzeitbilanz deutlich. „Das hier ist kein Rockkonzert, das man sich einfach anguckt. Das hier ist eine Selbsthilfegruppe Zukunft“, beschrieb Näder den Ansatz des Masterplanprozesses.
Dieser Ansatz funktioniert, konnte Harteisen in der Pressekonferenz feststellen. „Es hat uns überrascht, wie positiv die Duderstädter es aufgenommen haben“, sagte er im Namen des HAWK-Teams. Die Holzmindener Professorin Alexandra Engel wurde noch deutlicher, als sie Einzelprojekte vorstellte: „Das ist ein anspruchsvolles Programm. Aber die Duderstädter ziehen uns mit.“ Das war bereits am Sonnabend beim „1. Duderstädter Zukunftstag“ zu beobachten. Auf der Marktstraße waren zu den Einzelprojekten Werkstattzelte der HAWK aufgebaut.
Von Ulrich Lottmann
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