Duderstadt. Doch so niedlich der knapp elf Wochen alte Mischling ist, so krank ist das Hundemädchen auch. „Sandy ist unser absolutes Sorgenkind“, berichtet Nicole Edwards, Leiterin des Duderstädter Tierheims Am Siebigsberg. Denn das strubbelige Etwas auf vier zierlichen Pfoten leidet an einer Herz- und Gefäßkrankheit mit der Bezeichnung „Ductus Botalli“, die nur durch eine Operation behoben werden kann.
Der Ductus Botalli ist eine Gefässverbindung zwischen Lungenarterie und Hauptschlagader, die während des vorgeburtlichen Lebens venöses Blut an den noch unbelüfteten Lungen vorbei in den Körperkreislauf leitet. Nach der Geburt entfalten sich die Lungen um die Atmung zu übernehmen, gleichzeitig verschließt sich normalerweise die Öffnung. In seltenen Fällen bleibt diese aber offen. So auch bei Sandy.
Sandy ist vor einigen Wochen nicht allein ins Tierheim Duderstadt gekommen. Noch fünf Geschwister hatte sie bei sich, als Mitarbeiter des Veterinäramtes den mutterlosen Wurf aus einem verwahrlosten Haushalt holten. „Die fünf anderen Welpen konnten alle bereits vermittelt werden, auch Sandy hatte fast schon ein neues Zuhause, bis ihre Krankheit festgestellt wurde“, berichtet Edwards weiter. Jetzt ist der Welpe wieder Am Siebigsberg eingezogen, denn die Familie, die Sandy gern nehmen würde, kann die rund 2000 Euro teure Operation nicht bezahlen. Trotzdem möchten Edwards und ihr Team der winzigen Hundedame ein gesundes Leben ermöglichen und hoffen auf spendenfreudige Eichsfelder. „Jeder noch so kleine Betrag kann helfen, den Welpen zu retten“, bittet Edwards um Unterstützung. Sie weiß, dass angesichts weltweiter Not nicht jeder Verständnis für diese Maßnahme aufbringe: „Jeder, der spenden will, soll für das spenden, was ihm wichtig ist. Aber vielleicht finden sich ja Tierfreunde, die helfen möchten, denn auch dieses Lebewesen hat eine Chance verdient.“
Was Spenden und ehrenamtlichen Engagement ermöglichen, zeigt Edwards gern allen Besuchern auf dem Tierheimgelände. Der neue Katzenauslauf ist fertig, rund 30 Samtpfoten – von winzig bis hochbetagt und von zahm bis halbwild – können jetzt die Spielmöglichkeiten im Freien nutzen. „Um solche Projekte realisieren zu können, brauchen wir Unterstützung in jeder Form – finanziell und praktisch“, ist Edwards realistisch. Nachdem auch der Hundezwinger neu bedacht werden konnte, sollen im kommenden Jahr stabile Trennwände zwischen den Ausläufen errichtet werden.
Wer für Sandys Operation spenden möchte, findet Informationen und Kontonummer des Tierheims unter tierheim-duderstadt.de.
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