Blick in Duderstadts Zentrum: Auch wie die Fußgängerzone zukünftig aussehen soll, bestimmen die Bürger.
Dass diese Antworten gehört, transportiert, umgesetzt werden, dafür will das Team um Ulrich Harteisen sorgen.
Der Göttinger Professor holt Spezialisten von allen Standorten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim, Holzminden, Göttingen nach Duderstadt. Am 28. November stellen sich die Wissenschaftler im Rathaus vor. Kurz nur werden sie sich präsentieren. Anschließend wollen sie vor allem zuhören. Sie wollen Themen sammeln, Stichworte hören, Vorschläge diskutieren. Der 28. November ist der erste Tag, an dem der „Masterplan Duderstadt 2020“ entsteht.
Der Masterplan, eine Initiative von Otto Bock-Chef Hans Georg Näder, soll eine Anleitung zur Entwicklung einer attraktiven Stadt sein. Er soll zeigen, wie die Menschen sich das Leben und Arbeiten im Duderstadt der Zukunft vorstellen. Er soll Richtschnur für die Politik, Entscheidungshilfe für die Wirtschaft, Handlungsanreiz für alle gesellschaftlichen Gruppen bei der Gestaltung dieser Zukunft sein.
Die Auftaktveranstaltung am 28. November ist der erste Schritt – ein entscheidender Schritt, wie Harteisen deutlich macht. Denn: „Unser Konzept steht und fällt mit der Beteiligung der Menschen. Wenn die Bürger nicht mitmachen, findet das Ganze nicht statt.“
Dahinter steht die Überzeugung Harteisens, dass die Menschen ihre Zukunft selbst gestalten müssen: „Die Verantwortung für die Entwicklung der Stadt liegt nicht nur beim Bürgermeister, nicht nur beim Stadtrat. Sie liegt bei den Bürgern, den gesellschaftlichen Gruppen.“ Das HAWK-Team habe dabei die Funktion eines Sprachrohrs, findet er ein eingängiges Bild. „Man kann eine Botschaft an uns richten. Wir sorgen dann dafür, das diese Botschaft gehört wird.“
Flyer in Kästen
Die Menschen können ihre Botschaft auf vielen Wegen loswerden: persönlich bei der Auftaktveranstaltung im Rathaus; schriftlich auf der Rückseite eines Flyers (dafür stehen ab Montag, 23. November, im Stadthaus, bei Sparkasse und Volksbank und beim Tageblatt Kästen bereit); im Internet auf der Homepage der Initiative, die ebenfalls am 25. November freigeschaltet wird (www.duderstadt2020.de); telefonisch unter 055 1/50 32 17 5 bei der HAWK.
Darüber hinaus werden einzelne Akteure gezielt vom HAWK-Team angesprochen. „Wir werden alle Schulen anschreiben. Auch die Kirchen sind für uns wichtige Ansprechpartner“, macht Harteisen deutlich.
Die vielfältigen Kommunikationswege sollen sicherstellen, dass sich jeder am Masterplan beteiligen kann. „Wir wissen, dass wir beispielsweise die Jugendlichen nicht mit so einer Veranstaltung erreichen“, sagt Harteisen mit Blick auf den 28. November. Dieser Auftakt sei jedoch als Initialzündung sehr wichtig. Deshalb habe das HAWK-Team viel Arbeit in die Vorbereitung investiert.
„Es wird keine trockene Informationsveranstaltung werden“, verspricht Harteisen. Die Menschen sollten ins Haus geholt, direkt mit Aktionen angesprochen werden. Auch für Kinderbetreuung sei gesorgt. „Liebe Duderstädter, ergreift diese Chance“, wendet er sich direkt an die Menschen.
Von Ulrich Lottmann
Kommentare
Masterplan Duderstadt M.W. – 18.11.09
Ich habe den Eindruck, dass es typisch für die HAWK ist, nach außen groß aufzutreten und am Ende mangelt es erheblich an greifbarer Substanz..., nicht allerdings an viel PR - Tamtam.Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
Ist ja schön... DH – 16.11.09
Es ist warhscheinlich nicht der schlechteste Plan einen Masterplan aufzustellen und die Bürger zu befragen, die Frage ist nur wird er dann auch wirklich umgesetzt? Vor allem aber auch warum erst 2020 es stehen bereits jetzt schon durch die Gestaltung der Stadt gewaltige Umbrüche an, diese werden 2020 schon lange überholt sein. Und wer will 2020 einen Masterplan umsetzten der nach heutigen belangen erstellt wurde? Ich werde gespannt erwarten was sich da so weiter entwickelt. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar meldenKommentar schreiben
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