Er könne seine Freude nicht verhehlen, sagte Thomas Rössing-Schmalbach (CDU). Er fügte hinzu: „Es ist nicht der Zeitpunkt, Jubelschreie auszustoßen“. Der Ortsrat dürfe sich nicht noch einmal das Heft des Handelns aus der Hand nehmen lassen, so Rössing-Schmalbach mit Blick auf den Stadtrat. Vielmehr müsse der Ortsrat wieder die Meinungsführerschaft beim Thema Innenstadt-Belebung erringen.
In diesem Sinne formulierte er einen Beschlussvorschlag. Darin bekräftigt der Ortsrat seine besondere Verantwortung, „weitestgehend alle betroffenen Bürger anzusprechen und einzubinden, um so zu einem möglichst breiten Konsens für die Ortschaft und die Stadt Duderstadt und deren Bürger zu kommen“. Dafür soll der Ortsrat die Auswertung der eigenen Umfrage zur Innenstadt fortsetzen.
Masterplan-Prozess abwarten
Die Ergebnisse dieser Auswertung will der Ortsrat als Vorschläge bei der Erarbeitung des Masterplans Duderstadt 2020 einbringen. Diese Ergänzung des Beschlussvorschlages brachte Lothar Dinges (WDB) ein. Für diese Ergänzung plädierten auch Thorsten Feike (FDP) und Heinrich Schilling (Grüne). Noch deutlicher wurde Ekkehard Loest (CDU). Er sprach sich gegen eigene Info-Veranstaltungen des Ortsrates aus. „Die Bürger sind nach zwei Umfragen ohnehin schon durcheinander.“ Vielmehr sollten die ersten Ergebnisse des Masterplan-Prozesses abgewartet werden. Erst dann solle der Ortsrat selbst wieder aktiv werden. Auch Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) plädierte dafür, die Entwicklung des Masterplans abzuwarten. Gleichzeitig solle der Ortsrat eigene, konkrete Vorschläge entwickeln. Mit dem Zusatz, der Ortsrat solle „die Zusammenarbeit mit dem Masterplan Duderstadt 2020 suchen“, wurde der Beschlussvorschlag Rössing-Schmalbachs einstimmig verabschiedet.
Von Ulrich Lottmann
Goettinger-Tageblatt.de Anmeldung