Bernshausen/Seeburg. Nachdem sich am Donnerstag, 2. Februar, fünf Rehe auf die Eisfläche des Sees verirrt hatten und eines davon nach Beinbrüchen erschossen werden musste, gab es am Freitag am See ein weiteres Mal Reh-Alarm. Zwei Tiere hielten sich den Tag über einige hundert Meter voneinander entfernt auf der gefrorenen Fläche des Sees auf. Auf der spiegelglatten Eisdecke kamen die scheuen Wildtiere weder vor noch zurück.
Nach Einschätzung von Jagdpächter Wüstefeld hatten sich die Rehe allerdings nichts gebrochen und hoben ihre Köpfe. Abwarten und darauf hoffen, dass die Rehe den See wieder verlassen, lautete die Devise. Gegen 17.30 Uhr meldete sich Restaurantleiter Torsten Liebscher aus dem Grafen Isang in der Redaktion, der die Tiere den ganzen Tag über beobachtet hatte: „Die Rehe robben sich vorwärts und verlassen wohl das Eis.“
Wie Jagdpächter Wüstefeld gegenüber dem Tageblatt erläuterte, soll eine Einwohnerin aus Seeburg beobachtet haben, dass zwei freilaufende Hunde in den vergangenen Tagen die Rehe in Panik versetzt hätten. „Die Besitzer können dafür haftbar gemacht werden, dass sie gegen die Leinenpflicht verstoßen“, ärgerte sich Wüstefeld. Nicht nur Rehe würden in Panik versetzt, sondern auch Leib und Leben von Menschen in Gefahr gebracht, so der Bernshäuser in Anspielung auf die Rettungsaktion am Donnerstag auf hauchdünner Eisdecke.
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